Reise in die Vergangheit an der Zollstation Altfinstermünz 991m

Wer nach Italien über den Reschenpass fährt kommt kurz nach der ersten Abzweigung in die Schweiz an Hochfinstermünz vorbei. Die Meisten bemerken vielleicht noch das alte schon etwas verfallen Hotel

altes Gasthaus Hochfinstermünz

mit dem Parkplatz und der alten SMS Station :mrgreen: (früher wurde es Telegrafen Amt genannt).

Einen Augenblick später ist man auch schon vorbei und verschwindet in den nächsten Tunnel in Richtung Nauders.

Wer sich aber etwas Zeit nimmt entdeckt nach dem Telegrafen Amt eine schmale Treppe und in deren Folge einen kleinen Weg und betritt wie durch ein Zeitfenster eine andere Zeit.

Wir schreiben das Jahr 1750. Ein Handlungsreisender kommt mit seinem Wagen an der Zollstation auf der Schweizer Seite an.

Sein Pferd und er sind schon müde von der langen Reise.

Seit Monaten ist er schon unterwegs und bringt Waren aus dem Norden nach Süden zu den Märkten bis nach Venedig.

Die Zöllner halten ihn an und man verhandelt über den Preis. Aber nicht etwa über den Zoll, sondern über den Preis fürs Räder wechseln.

😕  

Formel 1 Boxen Stopp auf Zeit

😆

Nein nicht ganz.

(Die  Fuhrwerke der Zeit sind zu hoch für die Durchfahrt durch den Brückenturm).

So müssen alle vier Räder gewechselt werden. Das dauert und kostet natürlich Extra. Ein kleines Zubrot für die Zöllner.

Nachdem das geschehen ist, kann der Wagen die Brücke  unter dem wachsamen Augen des Wächters vom Sigmundseck und den Zöllnern passieren.

Am Klausenturm ist der Zoll zu entrichten und die Räder mussten wieder gewechselt werden 🙂

Soweit die kleine Zeitreise.

Heute im Jahre 2015 bekommen wir einen Audioguide im Besucherzentrum und gehen durch die Höhle und den Höhlengang zum Sigmundseck.

Eine zusätzliche Wehrbefestigung.

Wir blicken zur Brücke runter und hören zu was der Audioguide uns zu erzählen hat.  Wie die Wächter hier oben gelebt haben.

Sie hatten alles incl. Kochstelle. Dort ist auch die Öffnung für den Kachelofen des Wachzimmers.

Danach gehen wir zurück in die Höhle und schauen uns den kurzen Film an.

Der das Leben im Zollhaus in ähnlicher Weise beschreibt, wie ich es in meiner Zeitreise beschrieben habe.

Anschließend besichtigen wir den Klausenturm. Sie haben den Turm sehr schön restauriert und ich muß sagen:

sehr gemütlich, könnte mir Heute noch gefallen hier zu wohnen.

Der große Gemeinschaftsraum ist richtig schön gemütlich.

Sibille sah sich schon mit ihren Strickfreundinen um die große Tafel sitzen. Ganz unter dem Motto „Großes Mittelalter Stricktreffen“.

der etwas andere Blick zum Inn

Natürliche sind die heutigen Sanitären Anlagen doch etwas angenehmer. Wobei, das WC mit indirekter Wasserspülung hat schon was für sich 😆

WC von außen

Im vierten Stock ist eine Austellung untergebracht.

Wir schauen von der Wehrmauer runter auf die Brücke und den Brückenturm.

Anschließend schauen wir noch in die Kapelle und hören den letzten Informationen des Audioguide zu.

Nachdem wir das Gerät im Besuchzentrum wieder abgegeben haben machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz.

Für den Aufstieg wählten wir den längeren Weg (dieser ist für Kinderwagen und Rollstühle geeignet). Im Besuchzentrum steht ein Rollstuhl mit Treppenlift Funktion (Personen mit eingeschränkter Mobilität finden hier weitere Informationen).

Noch eine Info für Radfahrer. Die Reschenpassstrasse ist für Radfahrer ab erster Abzweigung in die Schweiz bis rauf nach Nauders gesperrt. Umleitung über die Schweiz. Mehrere und Warntafeln weisen hier in Altfinstermünz darauf hin!!

Hier sind früherer auch die Fuhrwerke weitergefahren.

Der Weg war aber sicher nicht so gut ausgebaut.

Wir erreichen die neue „Passstrasse“ und gehen die wenigen Meter an dieser entlang bis zum Parkplatz.

Nach zwei Stunden ist unsere Zeitreise beendet.

Hier geht es zur Bildersammlung:

und nicht vergessen!

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3 Kommentare zu „Reise in die Vergangheit an der Zollstation Altfinstermünz 991m

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    1. Hallo Iris, die Zollstation ist ein Paradies für Kinder. Ihr hattet bestimmt viel Spaß. Ich finde es sehr Schade das die Hinweistafeln so versteckt an der Bundesstraße angebracht sind.

      1. Stimmt, wir sind sogar zuerst am Parkplatz vorbeigefahren, an dem der Guide auf uns gewartet hat.

Ich würde mich über Tipps und Anregungen und dein Feedback freuen

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