Bergtour von Reschen zum Hochplateau des Plamort 2083m

Nach der ersten Nacht im Langtauferer Tal machten wir uns auf um unsere im Winter abgebrochene Schneeschuhtour im Jänner zum Plamort fortzusetzen. Im Anbetracht einer  zu erwarteten Tagestemperatur von ca 26 Grad plus, verzichteten wir aber auf die Schneeschuhe 😀  Wir parkten bei der Musikschule und stiegen die steilen Strassen rauf zum Sportplatz

.

Von hier war uns der weitere Weg am Anfang nicht ganz klar.  Auch auf unserem Kartenmaterial war der Weg nicht ganz eindeutig zu erkennen. Wir wollten nicht den Forstweg für den Aufstieg wählen, sondern für den Abstieg und den Weg 1/1A für den Aufstieg. Nur hier waren die Nummern nicht zu finden. Wir gingen auf den Gemeindestraßen in Richtung  Ortsanfang  zurück.

So kann auch ein Umweg zum Genuss werden bei diesen wunderschönen Eindrücken.

Mit dem Blick durch das Gartentor

oder Wanderzwerg mit Aussicht.

Schließlich  fanden wir dann unsere Wegweiser (1/1A) . (und den Wegweiser 2a Etschquellen Rundweg. Wir hätten doch am Sportplatz diesem Richtung Reschen folgen können.) Der weitere Weg war dann durchgängig markiert.

Am Anfang folgten wir noch dem Wegweiser 1 bis schließlich der 1A abzweigte.

Wie erwarte verlief der Anstieg durch den Wald und in Anbetracht der Wärme war das sehr angenehm.

Zeitweise gibt der Wald den Blick zum See und zum Ortler frei.

Neben dem Wanderweg entsteht zur Zeit eine Mountainbike Strecke. Doch auch jetzt hatten wir keine Probleme wenn wir auf Mountainbiker trafen. Mit ein wenig Rücksicht von beiden Seiten gibt es keine Querelen. Im Gegenteil wir hatten einige nette Gespräche und ohne zwei Mountainbiker hätten wir auch nicht den Aussichtspunkt Plamortboden (Stein siehe Karte) nicht gefunden. Der Wegweiser 1a hätte uns direkt auf die Hochebene gebracht und wir machten einen nur zehnminütigen Umweg und haben es nicht bereut.

Die Aussicht ist ein Traum.

Danach folgten wir einem Pfad von vielen auf die Hochebene und zum höchsten Punkt der Tour auf 2067m.

Den erreichten wir nach 2,5 Stunden.

Das Wort Plamort heißt ja „tote Erde“. Hier oben wissen wir auch warum. Der ganze Boden ist weich wie in einem  Moor. Nur das man nicht versinkt.

Wenige Augenblicke später entdeckten wir die ersten Bunker aus dem zweiten!! Weltkrieg.

Die Bunker sind teilweise frei zugänglich und auch die Panzersperre ist nicht zu übersehen. Wir gingen in einige Bunker.

In der Regel kommt man ohne Taschenlampe aus. Ein Fehler ist aber nicht sie dabei zu haben. Die Aussicht aus den Schießscharten ist wunderschön.

Die Soldaten im Krieg werden wohl kaum die Aussicht genossen haben. Wir verbrachten eine ganze Stunde hier oben. 

Für große und kleine Kinder ein großes Abenteuer.

Auf die Bunker selbst und deren Geschichte werde ich in einem extra Bericht in den nächsten Tagen gesondert eingehen. Erst einmal führt uns unser weiterer Weg an den Panzersperren vorbei.

Für den Abstieg wählten wir den Weg 1A/2 zur Roßhütte und zurück nach Reschen.

Wer will kann auch weiter Richtung Nauders zur Bergkastelseilbahn wandern und mit dieser Talwärts nach Nauders fahren. Von hier fährt mehrmals täglich der Postbus nach Reschen.

Doch nicht für uns. Wir erreichen noch weitere Bunker.

Die sind aber verschüttet und wir suchen unseren weiteren Weg. Das ist gar nicht so leicht. Ein Wegweiser ist zwar da. Der zeigt aber in eine Richtung wo wir nicht direkt einen Weg gesehen haben.

Die Markierungen sind meistens auf großen Steinen am Boden und diese sind sehr oft verwachsen.

Wir gehen weiter auf dem weichen Boden und noch teilweise vorhanden Holzpfaden.

Die meisten sind aber schon vermodert.

Seit dem wir das Hochplateau verlassen haben ist bereits wieder  eine halbe Stunde vergangen und wir erreichen die Roßhütte.

Bis hier wollten wir ja im Winter aufsteigen.

Wir haben es aber damals nicht geschafft. Von nun an folgen wir dem Forstweg talwärts und erreichen wenige Minuten später den Grünebensee.

Ein kleines Biotop. Wir verweilen hier aber nicht lang und steigen weiter zügig ab . Den genauen Umkehrpunkt vom Winter fanden wir nicht mehr.

Unsere Spuren im Schnee waren leider verschwunden :mrgreen:

Doch die Abzweigung nach Nauders hatten wir auch im Winter erreicht und waren damals noch etwas weiter aufgestiegen. Der weitere Weg bis zur Abzweigung  Etschquelle verlief zügig.

Nach der Abzweigung gab es dann doch eine Überraschung für uns.

Einige Felsen hatten auf einmal Fenster und Fensterläden. Das ist uns im Winter nicht aufgefallen.

Es sind auch keine normalen Fenster sondern Schießscharten und die Fensterläden sind kunstvoll der Natur nachempfunden.

So dass sie im geschlossen Zustand  getarnt sind. Wir haben einen Bunker gefunden, wie wir einige Tage später erfahren werden. Es ist der Bunker 20. Einen Eingang haben wir nicht gefunden. Auch dieser ist getarnt und wenn er geschlossen ist nicht zu sehen. Wenn man nicht genau weiß wo er ist. Dieser Bunker kann nur im Rahmen einer Führung angeschaut werden.

Auch darauf werde ich zusammen mit den Anlagen auf den Plamort gesondert eingehen.

Wir sind heute ganz schön ins schwitzen gekommen und freuen uns über die Erfrischung an der Etschquelle

(die Etsch ist übrigens der zweit grösste Fluß von Italien)

Von der Quelle sind es nur noch wenige Minuten zum Auto und nach 90 Minuten ist auch der Abstieg geschafft. 

Hier geht es zur Bildersammlung

und nicht vergessen:

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