Wanderung auf dem Welterbesteig Wachau; Etappe von Weißkirchen nach Dürnstein

Gestern machte ich einen kurzen Abstecher zum Attersee. So langsam richte ich wieder unser Basislager her.

am Attersee mit Blick zum Höllengebirge

Doch für eine Tour in die Berge hatte ich keine Lust. Irgendwie habe ich heuer genug vom Schnee und wenn ich zum Höllengebirge rüber schaue, liegt dort oben noch genug Schnee. Der hat in der letzten Woche auch noch Zuwachs bekommen. So entschied ich mich für den Sonntag eine Tour in der Wachau zu unternehmen. In dieser Region war ich noch nie. Also ein absolutes Neuland für mich. Ich hatte mir mehrere Touren im Internet angeschaut und meine Entscheidung viel auf eine Etappe des Welterbesteigs Wachau „von Weißenkirchen nach Dürnstein“. Auch für diese Region gibt es eine „App“ (für Android).

Dürnstein

Ich fuhr direkt nach Dürnstein zum Endpunkt meiner heutigen Tour und parkte auf einen der Parkplätze im Ort (alle Parkplätze sind Gebührenpflichtig, Tagesgebühr €4,00). Direkt neben dem Parkplatz ist die Bushaltestelle. Die Busse fahren auch am Samstag Stündlich (7,22 usw) bis auf eine Ausnahme um 10,22 fährt keiner. Von April bis Oktober hat man auch die Möglichkeit auf eine Zugverbindung. In der Vor und Nachsaison am Wochenende und in der Hauptsaison täglich (siehe Anmerkung). Der Bus war überraschend voll. In Weißkirchen sollte ich den Grund dafür erfahren. Doch erst einmal fuhr ich die fünf Minuten zurück dem Ausgangspunkt meiner Tour entgegen.

die Seilfähre

Der Bus hält direkt bei der Fähre in Weißkirchen. Ich beobachte noch kurz das ablegen der Fähre.

fährt auch ohne Steuermann

Sie treibt nur durch die Strömung auf die andere Seite und hängt dabei an einem Seil was über den Fluß gespannt ist. Ist sie mal in die Strömung gestellt fährt sie von alleine. Ich folge einer anderen Strömung der, der Wanderer vom „Wandertag“. Hier im Ort ist heute ein Wandertag 😦 Das kann ja lustig werden. Wo werden die alle hinwandern. Einige hatten wohl schon einen Frühschoppen im „Heurigen“. Ich quere die Bahntrasse und gehe gemütlich durch die Gassen des Ortes bis zum Zentrum.

Hier ist auch der Start und Zielbereich des Wandertages. Ich lasse den Bereich links liegen und steige die Stufen zur Kirche rauf.

Hier beginnt der Wandertag

Es ist eine alte Wehrkirche. Mit dicken Mauer und Schießscharten.

Die Wehrkirche

Als die gebaut wurde, war das sicher auch notwendig.

In der Anlage befindet sich auch eine Schule. Hier wird bereits seit 1385 unterrichtet. Heute ist es eine Volksschule.

Ich werfe auch noch einen kurzen Blick in die Kirche und Blicke runter zur Donau.

Danach steige ich wieder die Stufen runter zum Ortsplatz und gehe weiter meinem Ziel entgegen.

Meine Tour führt mich nach Dürnstein auf einer anderen  Route und damit wandere ich nicht im Pulk vom Wandertag. Ich verlasse den Ort und meine Tour beginnt. Zum Einstieg mit einem Riesling, weiter mit einem grünen Veltliner und danach wieder ein Riesling :mrgreen: Wer jetzt meint ich wandere von einem Heurigen zum nächsten, den muß ich enttäuschen. 😆 Ich wäre dann auch nicht weit gekommen.

Bei so vielen Gaststätten in dem Ort 😉 Nein die Hinweistafeln am Wegesrand informieren den Wanderer nur welche Trauben hier angebaut werden und welche Wein daraus gemacht wird. Aber auch für die, die gerne das eine oder andere Glas Wein kosten möchten. Gibt es Informationen. Doch dazu später mehr. Ich wandere weiter durch die Weinberge. Irgendwie erinnert mich das sehr stark an den Rhein und die Ahr.

Die Tour wurde von mir etwas abgewandelt zu der, die ich im Internet gefunden hatte.

Nach 30 Minuten habe ich den Höhenweg erreicht. Er führt mich weiter durch die Weinberge.

Ich Blicke zurück nach Weißkirchen.

Alles blüht um mich herum auf. Hier im Donautal ist es einfach milder als bei uns.

Der Weg wird etwas schmaler und gleicht jetzt mehr einem Steig. Er windet sich durch den Wald. Bis zu einem Bauernhof.

die Labstelle

Hier hat man auch die Möglichkeit zu einer Rast und es gibt auch Getränke in Selbstbedienung. Ich jedoch ging gleich weiter, das sollte ich noch bereuen. Direkt nach dem Bauernhof liegt ein Baum über den Wanderweg. Er liegt aber so hoch das ich gerade unten durchkomme. Hoffentlich bricht er nicht weiter. Der Weg führt mich ab hier die nächsten 2,5 Stunden über Forstwege meinem Ziel entgegen. Immer wieder nährte ich mich Dürnstein und doch biegt mein Weg dann immer wieder in die andere Richtung ab. Das Spiel wiederholt sich immer wieder. Ab und zu treffe ich auf andere Wanderer oder Mountainbiker. Es gibt einige schöne Aussichtsplätze. Nur finde ich keine wirkliche Möglichkeit  zum Rasten. Sonst gibt es auf den Wanderwegen Bänke, oder einen Baumstumpf manchmal auch einen Stapel Baumstämme. Doch hier ist nichts und direkt am Boden sitzen ist auch nicht gerade gemütlich. Selbst mit meinem kleinen Sitzkissen. Trotzdem brauchte ich auch mal eine Pause. Hätte ich doch kurz bei der „Labstelle“ bleiben sollen. Da war es mir aber noch zu früh für eine Pause. Der Weg windet sich weiter am Bergrücken entlang und ich näher mich nur langsam meinem Ziel. Da raschelte was im Unterholz. Zwei Eidechsen nutzen die warmen Frühlingssonnenstrahlen und ich störte sie. Die erste rauschte sofort ab. Die zweite blieb noch kurz auf Beobachtungsposten bevor auch sie das weite suchte. Normalerweise besteht hier die Möglichkeit in das Pfaffental abzusteigen. So wie der Weg aber aussieht, glaube ich nicht das er zu begehen ist. Zu einem haben wohl Baumfällarbeiten stattgefunden. Den Rest wird der Sturm besorgt haben. Wer diesen Weg gehen möchte braucht zu einem guten Orientierungssinn und zum anderen muss er etwas über Bäume und Äste klettern. 🙄 Ich gehe weiter und bin nur noch eine halbe Stunde von der Fesselhütte entfernt. Diese halbe Stunde zieht sich aber ganz schön. Schließlich ist es aber geschafft und ich erreiche die Hütte. Sie ist überraschender Weise auch geöffnet. Auf den Schildern am Wegesrand stand ab Mitte April. Ich gehe aber gleich weiter zur Starhembergwarte und steige die wenigen Stufen rauf.

Von hier hatte ich einen wunderschönen Rundblick.

Nach der Aussicht steige ich wieder vom Turm runter und weiter Talwärts zur Burgruine Dürnstein.

Den ersten Turm erreiche ich nach wenigen Minuten

Er ist oberhalb eines Kletterfelsen. Wo einige Kletterer in der  Wand hängen.

Ich erreiche den Hauptbereich der Burgruine.

Seit der Hütte war schon deutlich mehr los. Hier an der Ruine sind viele Familien mit Kindern und andere Spaziergänger. Über den „leichten“ Wanderweg ist die Ruine im unteren Bereich sogar mit Kinderwagen zu erreichen. Außerdem liegt unten an der Donau ein Hotelschiff an der Anlegestelle und alle Parkplätze des Ortes sind voll. Das kann ich von hier oben sehr schön überblicken. Für den Abstieg nach Dürnstein wähle ich die „steile“ Variante 😀 und wenige Minuten später stehe ich in der Altstadt von Dürnstein. Hier komme ich mir vor wie in der Getreidegasse von Salzburg. So viel ist hier los. Doch genauso wie in Salzburg ist es auch hier. Kaum weicht man etwas von den Hauptgassen ab, ist es wieder ruhig. Ich erreiche die Donau und gehe die wenigen Minuten zurück bis zu meinem Auto. Dort gibt es eine kleine Jausenstation wo ich noch eine Pause einlege.

 Video:

Anmerkung:

Der Donausteig führt von Passau in Etappen nach Sankt Nikola an der Donau und ab Melk bis Krems geht es in weitern Etappen weiter auf dem Welterbesteig Wachau. Ich entschied mich spontan für die Etappe von Weißkirchen bis Dürnstein. Ich parkte am Ende der Etappe. So konnte ich die Strecke ohne jeglichen Zeitdruck erwandern. Der Linienbus fährt ganzjährig, wogegen die Bahn nur von April bis Ende Oktober in Betrieb ist. In den Sommermonaten fährt sie täglich, sonst nur am Wochenende. Die Etappe ist am Anfang und am Ende sehr schön. Dazwischen fällt die Tour unter Fitnessprogramm. Mich erinnerte das Stück an den Ahrsteig bei Dernau. Vor vielen Jahren bin ich den mal gewandert. Dabei hatte man immer den Blick auf einen bestimmten Turm und ich hatte immer das Gefühl ich komme meinem Ziel nicht näher. So was vergisst man nicht. Ich würde die Etappe wenn ich sie nochmals als Tagestour unternehmen sollte in zwei Touren teilen. Die Erste Teil von Weißkirchen über den Höhenweg bis zur Abzweigung Achleiten weiter zum Ried Achleiten und zurück nach Weißkirchen. Der zweite Teil wäre dann der „Vogelbergsteig Dürnstein“ Die zweite Hälfte diese Weges kenne ich ja jetzt schon. Der andere Teil von Dürnstein bis zur Fesselhütte sah von der anderen Seite sehr interessant aus. Das Stück dazwischen ist wirklich nur dann interessant wenn man wirklich den ganzen Welterbesteig in mehren Tagesetappen erwandern möchte.  Für die Weinliebhaber hätte ich hier noch den Link zu MyWachau. Hier erfährt man alles über Weingüter, Besuchszeiten usw. Mit passender App fürs Handy

Tour in Kürze:

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