Bergtour zum Kreuzkogel 2011m

wunderschönes Herbstwetter in den Bergen. Da konnte ich natürlich nicht zu Hause bleiben. So machte ich mich auf in den Nationalpark Gesäuse. In Wels hing wie immer der Nebel. Doch so näher ich meinem Ziel kam um so schöner wurde es. Doch nach dem Bosrucktunnel  dann die Überraschung. Auch hier war wieder Nebel. Der blieb bis Admont. Ich hatte für Heute ein für mich ganz neues Wandergebiet ausgesucht. Nur eins hatte ich fest geplant. Zum Kaffee wollte ich in der Oberst Klinke Hütte sein. Ich fuhr von Admont weiter die Passstraße rauf in Richtung Kaiserau Skigebiet. Bis ich den ersten Parkplatz an der Passstraße erreichte. Da ich keine der Wanderwege kannte. Konnte ich genau so gut von hier starten. Der Nebel hatte sich noch nicht aufgelöst.

Die Stimmung erinnerte mich so an Gruselkrimi.

Der Nebel im Wald und der nasse sumpfige Weg. Teilweise konnte ich fast nicht zwischen Bachlauf und Weg unterscheiden. So rauschte das Wasser über den Weg.

Dabei war neben dem Weg ein kleiner Bach. Das Wasser sucht sich halt den leichtesten Weg.

Die Stimmung hielt aber nicht lange an und die Sonne hatte ihren Auftritt. Kurz vor dem Bergwerk ließ ich den Nebel hinter mir. Der Herbstwald leuchtet in allen Farben. Ich erreichte eine Wegkreuzung und warf einen Blick auf meine Karte. Direkt zu Oberst Klinke Hütte wollte ich nicht gehen. Der Weg über den „Riffel“ hatte ich für heute nicht geplant. Ist ein Klettersteig  mit ausgesetzten Stellen. Ich entschied mich weiter auf die Hochalm zu wandern und zum Kreuzkogel. So ging ich weiter zum Alpsteig. Nachdem ich den ersten Einstieg verfehlt hatte, machte ich einen kleinen Umweg über eine Forststraße. Im Anbetracht des schönen Wetters machte mir das aber rein gar nichts aus. Außerdem hatte ich Zeit. Schließlich erreichte ich den „Albsteig“

Der schmale steile Steig bringt mich ins Schwitzen.

Hier hatte ich durch die Wurzel des Baumes den nötigen halt für den Aufstieg.

Kurz vor der Alm dann die Überraschung. Eine Gams springt keine 3 Meter vor mir hinter einem Latschenbusch hervor. Wir waren beide überrascht. Es hatte mich wohl vorher überhaupt nicht wahrgenommen. Leider war sie schon wieder weg, bis ich den Fotoapparat bereit hatte. So steige ich die letzten Meter zur Hochalm.

So groß habe ich diese Hochfläche nicht erwartet. Bei einer kleinen Almhütte saßen eine ganze Gruppe von Wanderer. Sie sind von Admont über den Kematengraben Weg 601A aufgestiegen. Ich machte eine kurze Pause und lasse meine Blicke schweifen. Dort unten die Kaiserau Sportalm und  ein herrliches Bergpanorama.

Weiter geht es zum Kreuzkogel. Wenige Meter weiter meine Abzweigung zur Oberst Klinke Hütte. Es ist aber nur ein Jägersteig. Das war auf meinen Karten nicht ersichtlich. Ich stieg nun weiter meinem Gipfel entgegen. Den ich nach schweißtreibenden fünfzig Minuten erreiche. Ganz gehe ich aber nicht hin. Er befindet sich auf einem Grat.

Auch der weitere Weg zum „Riffel“ sieht ziemlich luftig aus. Hinter dem Stein geht es gleich in die Tiefe. 

Kurz unterhalb vom Gipfel mache ich eine Pause.

Auch hier ist die Aussicht einfach ein Traum.

Es kommen immer wieder Wanderer bei mir vorbei und man kommt mit ihnen ins Gespräch. Meinen Abstieg über den Jägersteig kannte aber keiner. Sie alle wählten die Route über den „Riffel“. Nur eine Wanderin kannte ihn. Er ist im unteren Bereich sehr ausgesetzt und nur teilweise mit einem Fixseil gesichert. Gut ich machte mich nach der Genuss Pause an den Abstieg.

Der Jägersteig ist sehr schmal und steil und führt durch ein Latschenfeld. An einigen Stellen hat heuer aber einer der vielen Wegbetreuer gearbeitet. Die Latschen sind zurück geschnitten und einige neue Stufen wurden in den Weg gebaut. Nach dreißig Minuten wusste ich was die eine Wanderin meinte. Ich stehe vor einem Geröllhang. Sehr  steil in die Tiefe abfallend und auf der anderen Seite nur loses Material. Nichts zum halten. Nach den ersten Metern wusste ich das ich da nicht rüber komme. Ich habe absolut keinen halt und fühle mich hier überhaupt nicht wohl. Ich brauchte nicht lange nachdenken und stieg wieder bis zur Hochalm auf.

Für den Rückweg wählte ich wieder den Weg vom Aufstieg (Alpsteig) und nach fünfundvierzig Minuten hatte ich diesen ohne Probleme geschafft. Ich ging weiter Richtung Oberst Klinke Hütte. An einer Wegkreuzung entschied ich mich aber dann nicht zur Hütte Aufzusteigen, sondern den Weg zur Sportalm zu nehmen. Für heute bin ich genug bergauf gegangen. Der erste Kaffee in dieser Hütte muß daher noch warten. In der Sportalm machte ich eine kurze Pause, bevor ich den Heimweg antrat. Doch nicht ohne noch mal einen Blick zurück zu werfen. Dort in der Mitte am Berg war ich heute.

Der Wanderweg über die Alm ist ab der neuen Staustufe gesperrt.

Ich fand aber doch noch eine Möglichkeit heute am Sonntag, die Baustelle zu passieren. Bald wird das aber nicht mehr möglich sein. Wenn das Wasser gestaut wird. Den letzten Teil des Rückweges legte ich an der Passstraße zurück. 

Anmerkung:

Da ich zum ersten Mal in diesem Gebiet unterwegs war, eine recht abwechslungsreiche Tour. Zum „Riffel“ möchte ich schon mal rauf. Aber nur mit „Klettersteig Set“ und  von der Oberst Klinke Hütte, ob ich dann die Überschreitung dran hänge, ist abzuwarten. Der Jägersteig (nur für Geübte) ist im unteren Bereich an einer Stelle, nur für wirkliche ganz trittsichere. Auf der Sportalm ist der Wanderweg in Richtung Nagelschmiede durch ein Stauwehr Neubau gesperrt. Hier bleib nur der Weg über die Zufahrt zur Sportalm. Ich habe  auf jeden Fall noch einige schöne Touren für mich entdeckt. Es war ein wunderschöner Herbsttag.

Tour in Kürze

  • Anreise und Tourenplan
  • Start: Parkplatz an der Passstraße
  • Ziel: Kreuzkogel 2011m
  • Aufstieg: 3 Stunden
  • Abstieg: 3,5 Stunden (incl. Ab und Aufstieg Jägersteig)
  • Schwierigkeit: ROT (Jägersteig 1+ nur für Geübte)
  • Wegenummern: 601, Alpsteig, 601A, 654, 608
  • Wetter: herbstlich warm
  • Bildersammlung
  • Hütten, Almen: Sportalm, Oberst Klinke Hütte

2 Kommentare zu „Bergtour zum Kreuzkogel 2011m

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    1. Grüß dich Angelica,
      ich Danke dir. Ich habe aber noch einige schöne Herbstbilder auf Lager. Die Tour vom Sonntag folgt noch. Davon können wir jetzt nur Träumen. Bei den kalten Temperaturen, die wir jetzt haben. Der Sturm hat zum Temperatursturz geführt. lg Bernd

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