Bergtour über die Stallburgalm zur Ennser Hütte 1295m

meine heutige Tour führte mich wieder mal in den Nationalpark Kalkalpen. Der Morgen beginnt mit dichtem Nebel in Wels. Doch bereits auf der Fahrt nach Großramming besserte sich das Wetter deutlich und nachdem ich die Strecke hinter mir hatte (incl. den zwei großen Straßenbaustellen mit längeren Wartezeiten) war vom Nebel nichts mehr zu sehen. Die letzten Kilometer entlang der Enns waren schon ein Traum. Mein heutiger Start war etwas versteckt. Nach Großramming fahre ich noch einige Kilometer weiter bis in den Ort Anger, dort weiter über eine ganz schmale Brücke und ein Stück auf der anderen Flußseite Richtung Küpfern zurück.

Bis zum Parkplatz Stallburgalm. Den ich nach wenigen Metern kurz nach der Eisenbahnbrücke erreiche. Von hier geht es nur noch zu Fuß weiter.

Die letzten Häuser lasse ich schnell hinter mir.

Die Sonne erreicht mich noch nicht in den schmalen Tal. Trotzdem ist es recht warm und so verschwindet meine Fleecejacke sehr schnell im Rucksack. Mein Weg beginnt mit einem schmalen Pfade und alten Forstweg und führt mich neben einem Gebirgsbach an einem Fischteich bergwärts.

Wenige Minuten später erreiche ich einen weiteren Forstweg und auf diesen bleibe ich für die nächsten siebzig Minuten. Er führt mich mit mäßiger Steigung meinem Ziel entgegen, dabei windet er sich in diesem schmalen Tal am Berg entlang.

An einem kleinen Brünnlein vorbei und einem netten Spruch. Mit der Übersetzung tat ich mich etwas schwer

„Das Brünnlein ist lieb, mein Wasser nicht trüb, ein Schluck von mir ist gesünder wie ein Bier“.

Weiter gehe ich meinen Weg. So langsam erreichten mich die ersten Sonnenstrahlen. Die Farben des Herbstwaldes und die Sonne ergeben ein wunderschönes Bild.

Ich umrunden ein Jagdhütte und steige weiter bergauf.

Der Gebirgsbach rauschte tief unter mir im Tal. Ein schöner Platz für eine Pause aber noch nicht für mich.

Kurz vor der Stallburgalm verließ ich zum ersten mal den Forstweg und ging auf einem schmalen Pfad weiter.

Die Alm kam in Sicht. Sie lag verlassen auf dieser Hochalm.

Nur am Wochenende wird sie von Mai bis Oktober bewirtschaftet. Auch der Forstweg endet hier. Ich ging nach einer ganz kurzen Pause über eine Almwiese weiter bergauf.

Wenige Minuten später war es dann vorbei mit dem gemächlichen Aufstieg. Der Waldpfad windetet stetig steiler werdend am Berg entlang.

Nur durch zwei Lichtungen unterbrochen.

Im Sonnen geschützten Bereich versank ich auch wieder etwas im Schlamm 🙂 Das kannte ich ja schon zu genüge in diesem Jahr. Der Wald lichtet sich und ich hatte eine traumhafte Aussicht so weit das Auge reicht.

Dafür durfte ich nun auch kräftig schwitzen. Schließlich hatte ich es aber geschafft. Nach drei Stunden stand ich auf dem Sattel und hatte eine 360 Grad Traumkulisse.

Den Almkogel steuerte ich aber auch heute nicht an.

Blick zum Almkogel

Durch die verzögerte Anreise war es schon recht spät und wenn, nach dem ich eine Pause bei der Hütte gemacht hatte, noch Zeit wäre könnte ich ihn ja immer noch erklimmen.

So stieg ich die zwanzig Minuten zur Hütte ab.

die Ennserhütte

Hier machte ich eine Pause mit Kaffee und Eispalatschinken.

Dazu hatte ich diese Aussicht.

Einfach nur zum genießen. Ich musste leider auch an den Rückweg denken so stieg ich wieder zum Sattel auf und ließ meine Blick zum letzten mal um 360 Grad schweifen.

Blick zum Almkogel

Es ist bereits 15 Uhr und mindestens zwei Stunden Abstieg lagen noch vor mir. So blieb es dabei, auch diesmal erreichte ich den Almkogel nicht. Wie bei unserer letzten Tour. Ich stieg zügig ab und hatte bereits nach fünfundvierzig Minuten wieder die Stallburgalm erreicht.

Von hier geht es mit flotten Schritten ins Tal. Nur unterbrochen von einer kleinen Pause bei der Bank und einigen Bildern beim Abstieg.

Nach zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten erreiche ich wieder den Parkplatz. Zum Abschluss machte ich noch einen kurzen Stopp bei der kleinen Straßenbrücke. Hier in diesem engen Tal kreuzen sich drei Brücken und die letzten Fotos gab es dann noch von der Katzensteinermühle und dem Wehr.

Anmerkung:

Die erste der Teil der Tour ist recht leicht mit mäßigen Anstieg Der Forstweg windet sich am Berg entlang. Die Herbstfarben im Wald gestalten den Aufstieg recht abwechslungsreich. Erst ab der Stallburgalm wird es stetig steiler und es geht auf schmalem Gebirgspfad bergauf. Hier durfte ich kräftig schwitzen. Auf dem Gebirgsrücken hatte ich einen traumhaften 360 Grad Rundumblick. Die Hütte hat auch im Winter geöffnet. Eine weitere Schneeschuhtour ist fest geplant.

Tour in Kürze:

2 Kommentare zu „Bergtour über die Stallburgalm zur Ennser Hütte 1295m

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  1. Servus Bernd.
    Wenn du noch einmal in meine Heimat kommen solltest, dann schreibe mir ein Mail.
    Da ich seit einem Jahr in der Pensi bin, gehe ich sehr viel in meiner näheren Umgebung
    in die Berge. Noch dazu war ich auch an diesem Tag da oben. Haben auf der Stallburgalm
    Wegarbeiten durchgeführt.

    lg Pauli

    ps. Sibille haben wir ja dieses Wochenende auf der Riegersburg getroffen

    1. Pauli, darauf komme ich (wir) mit Sicherheit zurück. Die Ennser Hütte möchte ich (wir) mal im Winter erwandern und es gibt einige andere Touren in dem Gebiet die mich interessieren. Werde mich melden.
      lg Bernd
      PS Sibille hat mir von eurem zufälligen Zusammentreffen schon erzählt. So klein ist die Welt

Ich würde mich über Tipps und Anregungen und dein Feedback freuen

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