von der Rettenbachalm über den Naglsteig zur Ischler Hütte

unser letzter Urlaubstag und einer der schönen Tage. So sind zu mindestens unsere letzten Informationen vom Wetterbericht. Doch auch den Nebel hatten sie angekündigt und der liegt gerade ganz dick über dem Attersee. Trotzdem fuhren wir unserem Ziel entgegen. Kurz vor Unterach hebt sich dann der Vorhang zu einem besonderen Schauspiel. Der Wind, Nebel und die Sonne verwandel für wenige Augenblicke den Schafberg und das Höllengebirge in eine Bühne. So schnell wie es begonnen hat, war es vorbei und der Nebel hatte gegen die Sonne verloren. Wir waren nicht böse. Nur ich hätte es gerne photographiert. Leider viel der Schlußvorhang viel zu schnell. Eine halbe Stunde später erreichen wir die Rettenbachalm. Wie erwartet, da es bereits kurz nach neun Uhr war, sind wir nicht die ersten und der Parkplatz ist schon gut gefüllt. Wir gehen über die Hochalm, die Sonne lacht uns an und der kalte Wind pfeift uns um die Ohren.

So waren wir froh als die Hochalm hinter uns lag. Wir gehen hoch über den Rettenbach.

Die Sonne öffnetet auch hier den Vorhang für uns, das eine oder andere Licht und Schatten Schauspiel.

Wir wanderten weiter Richtung Blaa Alm. Das Wasser rinnte am Tunnelende die Felswand hinunter und es schaute aus, wie ein Wasservorhang.

Schnell gingen wir durch diesen durch. Wenige Minuten später erreichte wir die zweite Aufstiegsmöglichkeit zur Ischler Hütte. Wir jedoch gingen weiter auf der Forststraße.

Nach der Brücke saust an uns eine Gruppe Mountainbiker vorbei. Wir sind bereits eine Stunde unterwegs als wir unsere Abzweigung zum Naglsteig erreichen.

Wir überquerten wieder den Rettenbach und gingen auf sehr weichen Pfaden weiter.

Langsam wurde der Weg steiler und steiler bis nach einer halben Stunde schließlich die Seilversicherungen begannen und wir bei Sonnenschein an der Felswand entlang weiter gingen.

Das steilste Stück hatten wir nach zwanzig Minuten geschafft. Danach windete sich der schmale Pfad durch das steile Gelände, aber nicht ohne immer wieder uns einen wunderschönen Blick auf die Blaa Alm und die umliegende Berge zu ermöglichen.

Wir waren jetzt bereits zwei Stunden unterwegs als das Gelände wieder flacher wurde. Dafür wurden auch die Wege wieder weicher. Der Waldboden ist vom vielen Regenwasser übersättigt.

Wir erreichen wieder eine Almwiese. Hier oben sind keine Kühe mehr. Die wurden schon auf tiefere Weiden abgetrieben. Am 04.10.14 ist der offizielle Almabtrieb von der Rettenbachalm.

Weiter wanderten wir unserem Ziel entgegen und sind bereits soweit aufgestiegen das wir bis zum Dachstein Gletscher schauen können. Auch die hohe Tauern sind in der Ferne zu erkennen.

Nach drei Stunden Aufstieg kam die Ischler Hütte in Sicht und nach weiteren 10 Minuten hatten wir unser Tagesziel erreicht.

Wir wurden freudig vom Hütten Hund begrüßt, danach beschäftigter er sich wieder mit wichtigeren Dingen.

Wir holten uns unsere Getränke und unser Essen und suchten uns einen Platz. Die Hütte war recht gut besucht und es kamen ständig weitere Wanderer. Nach Eierschwammerl mit Knödel und Würstlsuppe blieben wir noch eine Weile bevor wir den Rückweg antraten.

Die ersten zehn Minuten wieder bergauf, danach nur noch bergab. Am Anfang noch in der Sonne bevor wir in den dichten Bergwald eintauchten.

Ich hatte den Weg als sehr nassen in Erinnerung und hatte damals den Rückweg über den Forstweg angetreten. Das hätten wir auch heute besser getan. Die nächsten Stunde waren eine einzige Schlammschlacht. Mit jedem Schritt ist man entweder tief eingesunken oder auf dem nassen Holz und Steinen gerutscht. Wir waren froh als wir endlich wieder die Forststraße erreicht hatten. Ab hier verlief der Rückweg problemlos. Wenn man davon absieht das an einer Stelle sich zwei Kühe so breit gemacht hatten das wir über die Forststraße nicht weiter kamen 😀

Nach diesem heiteren Abschluss kehrten wir noch kurz in der Rettenbachalm auf Kaffee und Kuchen ein, bevor wir uns endgültig auf den Heimweg machten.

Anmerkung:

Eine schöne Tour, wenn man von dem Abstieg durch den Wald absieht. Der Weg ist so schattig das er fast immer feucht (naß) ist. Das nächste mal wählen wir doch den Abstieg über die Forststraße. Beim Naglsteig ist Trittsicherheit erforderlich. Die Zeitangaben auf den Schildern sind teilweise widersprüchlich. Wie auf der Zimnitz.

Tour in Kürze:

2 Kommentare zu „von der Rettenbachalm über den Naglsteig zur Ischler Hütte

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    1. …Richtig Thomas, genau diese lassen dich dann sagen. „Weist du noch bei der Tour…..“. Die Sonne hat mir schon geholfen das es so schöne Aufnahmen wurden 😉 Ich wünsche dir noch eine schöne Arbeitswoche. lg Bernd

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