Bergtour zum Salzburger Hochthron 1853m

Parkplatz bei Fürstenbrunn

Traumhafter Tag für meine heutige Tour auf den Salzburger Hochthron. Es gibt einige Aufstiegsvarianten auf diesen Gipfel. Ich entschied mich für den Weinsteig und parkte nach Fürstenbrunn beim Parkplatz in der Nähe vom Steinbruch. Von hier folge ich am Anfang dem Forstweg.

Nach einer Stunde nachdem ich die Skipiste gequert habe, zweigt mein Weg nach rechts ab. Es geht jetzt deutlich steiler bergauf.

Wenige Minuten später gibt der Wald zum ersten mal den Blick auf Salzburg frei. Doch weiter geht es, bei diesem traumhaften Wetter.

Nach weiteren 20 min habe ich uneingeschränkten Blick ins Tal. Der Flugplatz von Salzburg ist direkt vor mir zu sehen. In größeren Abständen starten und landen Maschinen auf diesem Flugplatz. Ich weiß wenn eine Maschine startet dann brauche ich mich noch nicht mal umdrehen. Trotz der großen Entfernung ist das hochfahren der Turbinen beim Start als dumpfes brummen zu hören.

Nach zwei Stunden erreiche ich die Weinbergspitze auf 1195m. am Himmel tauchen vereinzelt Wolken auf. Das Wetter wird doch nicht schlechter.

Der weitere Weg verläuft kurz auf einem schmalen Pfad an einer Felswand vorbei bis zur Skipiste. Dieser folge ich die nächsten 90 Minuten. An der Berghütte der Bergrettung vorbei.

Das Wetter wird von Minute zur Minute schlechter. Nebelschwaden ziehen über den Berg. Ich treffe auf einen Bergläufer und komme kurz mit ihm ins Gespräch. Er macht den Aufstieg auf dieser Route als reines Fitnessprogramm. Er läuft aber den ganzen Weg auf der Skipiste rauf und braucht an einem guten Tag bis zum Gipfel eine Stunde und vierzig Minuten. So ist es nicht verwunderlich das er mir bereits kurz nach dem „Kanonenrohr“ wieder entgegen kommt. Ich brauchte von dort noch 40 Minuten bis zum Gipfel.

Am Gipfel

Lange halte ich mich hier nicht auf. Es ist kalt und nur wenig bis keine Sicht. Für den Abstieg wählte ich am Anfang den Weg zum Zeppezauerhaus. Durch die Nähe der Untersbergseilbahn kommen mir hier oben doch einige Personen entgegen.

Bergstation der Unterbergbahn

Doch nach der Bergstation der Seilbahn bin ich wieder alleine unterwegs. Nach einer Viertelstunde erreiche ich die Berghütte und bleibe für eine kurze Rast. Jetzt ging es an den endgültigen Abstieg.

Abstieg über den Dopplersteig

Nur welche Variante. Ich entschied mich an der Wegkreuzung für die schönste und schwerste. Den Abstieg über den Dopplersteig. Gerade im oberen Bereich sind die Stufen direkt in den Felsen gehauen bzw die Holzstufen an den Felsen befestigt. Es geht erst über Treppenstufen einen äußerst steilen Hügel runter bis zur Felswand.

an der Wand

Dann verläuft der Steig direkt an der Wand und man hat wirklich nur die 50 cm vom Weg zur Verfügung. Auf der rechten Seite geht die Wand steil nach oben und auf der linken Seite senkrecht sehr weit in die Tiefe. An der Wand ist ein Fixseil gespannt. Nach 20 Minuten habe ich den für mich schwersten Abschnitt geschafft. Ab hier geht es zwar immer noch recht steil bergab. Es ist aber nicht mehr so ausgesetzt.

ein Teil der 400 Stufen

Insgesamt 400 Stufen müssen bei diesem Steig gegangen werden. Ich wusste das schon. Sibille und ich sind die Tour schon mal gegangen. Der Abstieg erfolgte damals aber über den Reitsteig. Immer wieder müssen Bachläufe gequert werden. Schließlich nach weiteren 2 Stunden habe ich es geschafft. Ich bin im Tal. Jetzt muß ich nur noch zurück zum Auto. An der Bushaltestelle kam ich etwas zu spät an. Der Bus fuhr mir vor der Nase davon. Eine weitere halbe Stunde wollte ich nicht warten. Ich dachte ich wäre ja sowieso gleich beim Auto. Ich folgte dem Wanderweg der kurz vor Fürstenbrunn nach links in den Wald abzweigt. An einem Baum der Hinweis das der Weg von November bis einschl. April wegen Wildfütterung gesperrt ist, so durfte ich also durch. Das keine Markierungen am Weg waren machte mir auch nicht, da ich dem Forstweg gut folgen konnte. Ein Kilometer nach der Futterstelle endet der Forstweg und ein gut gesicherter Steig führte weiter bis zu einer großen Quelle.

Quelle der Stadt Salzburg

Hier ist eine der Quellen von Salzburg. Jetzt wurde es aber doch langsam Zeit für Markierungen. Es waren keine da. Nach meinen Karten war ich auf dem Weg und ein Pfad war auch zu erkennen.

Oberhalb der Quelle der Hinweis man sollte auf den Weg bleiben. Nur welchen 😀 Der Pfad war schwach zu erkennen. Mit der Zeit und nach so vielen Touren die ich gemacht habe, weiß ich worauf ich achten muß. Ich war auf einem richtigen Jägersteig.

Diesem folgte ich bis zu einem alten Steinbruch. Hätte nicht gedacht das ich mich heute noch als Fährtensucher betätigen durfte. Beim Steinbruch folgte ich den alte Bahnschienen bis zu einer Absperrung.

Hier endete der Weg. Also weiter suchen.

Ich folgte den Bahnschienen in die andere Richtung.

alte Bahntrasse

Die Schienen endeten aber die Bahntrasse war noch zu erkennen. So ging ich wieder den ganzen Weg runter nach Fürstenbrunn an das andere Ortsende beim Museum. Der Wanderweg hätte mich auf gleicher Höhe zum Wanderparkplatz geführt.

Nun durfte ich auf der Gemeindestraße wieder zum Parkplatz aufsteigen. Aus der geplanten Abkürzung wurde eine zwei stündige Tour 😀

Anmerkung:

Die Tour ist teilweise sehr anspruchsvoll. Der Weinsteig ist gut zu gehen, nur der zweite Teil auf der Skipiste ist nicht so mein Fall. Für den Dopplersteig braucht man gerade im oberen Bereich unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auch die über 400 Stufen verlangen einiges ab. Hier hat man ein Freiluft Fitnessprogramm. Der Wanderweg zur Quelle ist nicht mehr markiert. Er ist aber noch in meinen Kompasskarten (Karte und GPS eingetragen). Bis zur Quelle einfach zu gehen, wer mal Lust auf einen Abstecher hat. Der weitere Weg ist nicht zu empfehlen. Über den Steinbruch und Bahntrasse habe ich hier einen schönen Bericht gefunden. 

Tour in Kürze:

  • Anreise: siehe Karte
  • Start: Parkplatz beim Steinbruch
  • Ziel: Salzburger Hochthron 1853m
  • Aufstieg: 4 Stunden
  • Abstieg: 4 Stunden
  • Rückweg zum Auto 2 Stunden
  • Hütte: Zeppezauerhaus
  • Schwierigkeit: Weinsteig ROT; Dopplersteig SCHWARZ  (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich)
  • Wetter: von sonnig bis wechselhaft
  • Wegenummern: 
  • Bildersammlung

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