von Pfarrkirchen im Mühlviertel zur Ameisbergwarte 940m und zurück

Den ganzen Sonntag hat es stark geregnet und so war nichts mit einer Tour. Für den heutigen Tag war der Wetterbericht ebenfalls alles andere als gut. Die Prognosen waren bis -10, leichter Schneefall und starker bis stürmischer Wind. Trotzdem plante ich eine Tour und wollte sie je nach Wetterlage ausbauen und verkürzen. Außerdem wollte ich mein neues GPS Gerät testen, den Medion S3867. Meine heutige Runde führte mich wieder ins Mühlviertel, nach Pfarrkirchen.

Ich freute mich jetzt schon auf Cafe und Kuchen im Panorama Cafe des Ortes. Doch erst einmal geht es auf eine ca 12km lange Wanderung. Die erste Zeit folgte ich dem Panoramaweg. Bei Windstille und wunderschönem Wetter marschierte ich durch den Winterwald.

 

Der Waldboden ist mit einer ganz dünnen Schneeschicht bedeckt wie mit Puderzucker bestäubt. Meine Schritte knirschen auf dem fest gefrorenen Waldboden. Das ist auch das einzige Geräusch. Nur einmal raschelt es im Unterholz als einige Rehe vor mir flüchteten die sich dort versteckt hatten. Danach wurde es wieder still im Wald. So ging ich meines Weges. Mein GPS zeigte mir die gleiche Route wie die Wegweiser. Alles im grünen Bereich.

 
das gefallene Schild

An einem Güterweg fand ich dieses Schild, am Boden. Nun warf ich einen Blick auf mein GPS Gerät, das mir anzeigt das der Weg nach rechts weiter geht. Früher hätte ich den Rucksack abgesetzt und die Karte zu Hilfe genommen. So ging es gleich weiter.

 

Eine Stunde später erreiche ich das Lutzenkreuz auf 907m und der richtige Platz für eine kurze Rast. Es sind minus 6 Grad, da ist eine Tasse  Tee aus der Thermoskanne gerade das richtige.

 

Weiter geht es an einem traumhaften Tag mit blauem Himmel meinem Ziel entgegen.

 

Die Warte kann ich schon in der Ferne auf der Spitze des Hügels sehen. Doch noch bin ich nicht da. Das Wetter verschlechtert sich. Von Minute zu Minute wird es dunkler. Das schlechte Wetter holt mich leider ein. Ich folge immer noch dem Panoramaweg/ Ameisberg.

 

Es bietet sich mir ein besonderes Bild.
Schaue ich nach links, blauer Himmel.
Schaue ich nach rechts, ganz dunkle Schneewolken.
Der Wind frischt auf und bläst mir ins Gesicht.

 

Ganz nach Plan erreichte ich zwei Stunden nach meinem Start in Pfarrkirchen die Ameisbergwarte.

Ameisbergwarte

Sie wird zur Zeit umgebaut und hat auch sonst immer nur von 01 Mai bis zum 26 Oktober geöffnet. Ich mache bei der kleinen Kapelle eine etwas längere Pause, mit Jause und Tee. Inzwischen hat es zu schneien angefangen. Für den Rückweg programmierte  ich mein GPS neu. Ich wollte einen anderen Weg nehmen. Erst auf dem Weg NR 31 und dann die NR 28 und so in einem Bogen zurück gehen. Mit diesem Ziel marschierte ich weiter im dichten Schneetreiben. An dem ersten Güterweg machte ich dann einen Fehler. Ich folgte zwar dem Weg 31, aber dem oberen Teil des Rundweges und nicht den unteren Teil. Ich schaute auch nicht auf mein GPS, weil ich glaubte ich bin richtig. Das GPS hat ich außerdem in der Jackentasche verstaut, durch die kalten Temperaturen brauchte es viel Batterie.

 

So ging ich Richtung Mitternschlag. Beim Gasthaus wäre endgültig mein Weg (NR 31) rechts abgezweigt (wie ich später auf der Karte gesehen habe) . Doch das Schild wird wohl zugeschneit gewesen sein. Ich komme auf dem Güterweg gut weiter. Nach Mitternschlag dann wieder ein Wegweiser. Doch keine Nr 31 mehr. Was war geschehen . Ich nahm mein GPS raus. Das zeigte mir auch das etwas nicht stimmte, aber Luftlinie! Ich holte meine Karte raus und bemerkte meinen Fehler. Ich überlegte kurz. Wieder ca. mindestens 20 min zurückgehen wollte ich nicht. So folgte ich dem neuen Weg bis ich zu mindestens wieder auf die NR 31 traf, doch immer noch der obere Teil. Hier programmierte ich mein GPS neu und folgte diesem und dem Weg 31 eine längere Zeit. Es war zwar nicht geplant trotzdem sehr schön.

 
Naturhöhle

Auf meinem weiteren Marsch fand ich noch eine Naturhöhle, die ich auch noch kurz besuchte. Danach konzentrierte ich mich aber auf den Rückweg. Laut GPS Ankunftszeit 17.20 und es sollte nicht später werden. Da ist es ja bereits dunkel.

 
Sonnenuntergang

Ich folgte der Route die mir das GPS vorgab, Es führte mich 20 min über nicht markierte Waldwege, bis ich wieder auf den Weg vom Hinweg traf. Diese Strecke wäre ich ohne GPS nicht gegangen. Da hätte ich einen lieber einen Umweg gemacht. Es wurde inzwischen dunkel, deshalb folgte ich nicht dem Wanderweg sondern blieb auf dem Güterweg aber nicht ohne Stirnlicht. Ich hätte es zwar nicht gebraucht, die Schneestangen der Straße waren Wegweiser genug. Doch vereinzelt fuhren Autos an mir vorbei und das die mich nicht übersehen. Es ist 17 Uhr als ich Pfarrkirchen wieder erreiche. Zwei Stunden später als geplant und so freute ich mich auf einen Kaffee und Kuchen. Doch genau in dieser Woche hatte das Cafe nur vormittags geöffnet. So wurde daraus leider nichts und ich machte mich auf den Heimweg.

 

Anmerkung:

Ein wunderschöne lange Tour mit Überraschung. Ohne Umweg werde ich sie sicher nochmals gehen. Das nächste mal vielleicht mit Schneeschuhen. Bis letzte Woche habe ich meine Touren immer nur mit einem kleinen Track-gerät aufgezeichnet und mit Karten gearbeitet. Zeitweise auch mit Apps auf Handys. Die habe ich aber wieder gelöscht. Das große Problem ist bei GPS Geräten und GPS APS, die Batterien. Bei längeren Touren ist es ungünstig wenn man das Handy nutzt . Es steht dann eventuell im Notfall nicht zu Verfügung. Bei den anderen GPS Geräten braucht man auf jeden Fall Ersatzbatterien. Auch die kalte Temperaturen setzten den Geräten zu. Da ist es doch besser die Geräte in die Jackentasche zu verstauen. Sonst habe ich das Gerät wie mein altes Track-gerät am Rucksack. Auf dieser Tour war ich froh das ich beides dabei hatte. Zu einem meine Karte und das neue GPS. Mit der Karte hat man einen bessere Gesamtübersicht und das GPS führt einen doch recht gut ans Ziel, wenn es richtig programmiert ist. 😀 Ich wollte das Gerät ja testen, doch gleich so intensiv war nicht ganz so geplant. Der große Vorteil der Karten, die brauchen keine Batterien. Außerdem sollte man der Technik nicht blind vertrauen. Das passt gerade sehr gut zu dem letzten Bericht von Angelica auf ihrer Seite Wandern in Bonn. Hier geht es auch über Karten und GPS.  Zum Abschluss noch aus meinen geplanten 12 km wurden mal eben 23 km 🙂

Tour in Kürze:

  • Anreise: siehe Karte
  • Start: Pfarrkirchen im Mühlviertel
  • Ziel: Ameisbergwarte 940m
  • Hinweg: 2 Stunden
  • Rückweg: 4 Stunden
  • Wetter: sonnig, kalt bis Schneefall und windig
  • Schwierigkeit: ROT
  • Gaststätte: Ameisbergwarte, Panorama Cafe
  • Bildersammlung
  • Wege: Panoramaweg, Ameisberg, NR 31, teilweise auch keine Markierungen.

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