von der Raubritterburg Ruine nach Grafenau und zurück

Traumhaftes Herbstwetter und ich habe frei. Ist doch klar das ich da die Wanderschuhe schnüre. Am Vormittag war noch einiges zu erledigen bevor ich mich zu meiner Tour aufmachte. Schon die Fahrt war herrlich. An der Donau entlang. Von Niederranna bis Dorf war die Strasse so eng das nur mit Mühe zwei Autos platz hatten. Erst an der Donau, war rechts der Fluss und links der Berg dazwischen die Strasse. Nach einigen Kilometer geht es in engen Serpentinen den Berg rauf, bis ich die Landstraße nach Niederkappel erreiche. Wenige Minuten später biege ich nach Dorf und zur Ruine Haichenbach ab. In dem kleinen Ort geradeaus weiter auf dem Güterweg bis zum Ende. Hier parke ich auf dem kleinen Parkplatz.

Herbststimmung

Von nun an ging es zu Fuß weiter. Mit leichter Jacke marschiere ich los, doch selbst die wanderte  nach wenigen Minuten in den Rucksack. Das ich mal Anfang November mit kurzem Hemd unterwegs sein würde hätte ich auch nicht gedacht. Der Ausstattung im Rucksack ist auf Winter umgestellt. Mit Fleecejacke, Schal und Handschuhen.

 
die Ruine Haichenbach

Doch ich genieße den Tag und erreiche wenige Minuten später die Ruine der Burg. Im 12 Jah. erbaut hat diese Burg eine wechselvolle Geschichte. Im 15 Jah. war es eine Raubritterburg. Da war es für reiche Kaufleute ausgesprochen gefährlich die Donau zu befahren. Sie wurden sehr oft überfallen und in das Verließ geschmissen. Erst nach Zahlung eines Lösegeld wurden sie wieder freigelassen. Nach einer Sage beendete erst ein Kirschkern dieses Treiben. Wer mehr wissen will: auf der Infotafel beim Rastplatz der Burg steht der Rest dieser Geschichte.

 
das Stahlgerüst

Ich erreiche den Eingang der Ruine. Im Inneren befindet sich ein Stahlgerüst. So kann ich von oben auf die Donau runterschauen.

 
Blick vom Turm der Ruine

Ein Schiff fährt gerade Fluß abwärts. Kein Wunder das die Raubritter sich diesen Platz ausgesucht hatten. Sie hatten Zeit genug den Berg runter zu kommen, wenn sie ein Schiff gesehen haben. Die Donau macht hier einen engen Bogen (die Schlögener Schlinge) Ich steige nach Au ab. Der Steig ist unter dem Herbstlaub versteckt. Eine halbe Stunde später erreiche ich Au.

 
Fahrrad Fähre hat Winterpause

Von hier kann man in den Sommermonaten mit kleinen Fähren übersetzten. Doch jetzt ist Winterpause, die Schiffe liegen auf dem Trockenen.

 
die Hammerglocke

Da hilft auch kein klingeln mit dem Hammer. Erst nächstes Jahr kommt hier wieder die Fähre. Ich gehe entlang der Donau auf dem Treppelweg weiter. Die Donau fließt ganz ruhig dahin.

 
die Donau

Keine Welle, kein Wind einfach nichts. Das Wasser ist wie ein großer Spiegel. Nur ein mal wird diese Ruhe ganz kurz gestört.

 
im falschen Revier

Ein Schwanenpärchen war in das Revier eines anderen Pärchen gekommen.

 

Das konnte nicht hingenommen werden.

 

Die Sache wurde rasch geklärt und die Störenfriede nahmen reiss aus. Mein weiterer Weg führt mich über den „Naturlehrpfad Donauleiten“ Am Anfang steht noch der Hinweis „festes Schuhwerk“. Das braucht man hier wirklich. Laut Wegweiser sind es 90 min von hier bis Grafenau. Na dann mal los. Es ist ein Steig wie im Hochgebirge nur mit dem Unterschied, das ich hier neben mir gleich die Donau fließt. Der Weg ist nicht markiert aber auch nicht notwendig,

 
der Weg ist kaum zu sehen

Es ist der einzige Weg. Nur die Infotafel geben einem, eine Richtung vor.

 
jetzt nur nicht daneben treten

Einmal bin ich ein Stück vom Weg abgekommen, die zwei Wurzeln haben gehalten. Danach gab es keine Überraschungen mehr. Teilweise ist der Steig mit Fixseilen gesichert.

 
die Treppe im nichts

Die Treppe und die kurze Leiter ist auch schnell geschafft.

 

Die tiefstehende Sonne spiegelt sich im Fluß und der Schatten neben wir wird länger und länger. Wunderschön und doch ein Zeichen das es Zeit wird Grafenau zu erreichen. Erst hier beginnt mein Rückweg. Doch zuvor erreiche ich noch zwei besondere Plätze an der Donau.

 
der Platz für Flußbestattung. die Gedenksäule vor dem Baum

Erst eine kleine Wiese an der Donau mit einer schmalen Säule und einer Grabkerze. Ich dachte zuerst an eine Gedenkstelle für Verunglückte auf der Donau. So war es aber nicht. Hier hat man die Möglichkeit zu einer Flußbestattung. In der Säule sind auf kleine Tafeln die Namen der Verstorbene angebracht. Die letzte Bestattung fand im Juli diesen Jahres statt.

 
gerade kein Stau/Unfall auf der Donau

Der zweite besondere Platz ist für die Donauschifffahrt. Die Schlögener Schlinge ist nicht ganz einfach zu befahren und da kann es schon mal zu Unfällen kommen. Für die beschädigten Schiffe gibt es extra ein Havarie Platz. Heute besteht die Gefahr aber nicht. Nur ganze zwei Schiffe habe ich während meiner Tour gesehen.

 
was willst du

Es ist bereits viertel nach drei als ich am Ortsanfang bin. Die Tiere schauen mich an, als würden sie sagen. „Was willst du“ 😀 Wenige Minuten später zweigt mein Weg nach Niederkappel zur Teufelskirche ab (im Ort Grafenau dem Güterweg der Links abzweigt nehmen und folgen).

 
der Weg zur Teufelskirche

Nun geht es 30 min steil durch den Herbstwald bergauf. Ich erreiche Weikersdorf. Die Sonne steht schon tief.

 
Traumhafte Aussicht

Die Aussicht ist unendlich. Das ganze Alpenpanorama ist zu sehen.

 

Wie bestellt kommt da noch ein Heißluftballon ins Bild.

 
die Landung

Die Sonne geht unter und der Heißluftballon setzt zur Landung an. Langsam wird es dunkel und ich bin immer noch 3 Kilometer von „Dorf“ entfernt. Der Wanderweg führt über Güterwege und ein Stück an der Landstraße entlang. Hier ist Vorsicht geboten. 10 min später verlasse ich diese Rennstrecke und es wird wieder ruhiger. Wenn man davon absieht das viele Landwirte mit den Mistanhänger unterwegs sind und den Mist auf den Feldern verteilen. Der Duft der weiten Welt umschließt mich. Schön wäre es. Es stinkt und ich bin es nicht 😉 Auf dem kurzem Waldstück brauche ich es zum ersten mal, mein Licht, mein Stirnlicht.

 
mit letztem Tageslicht

Es ist 17 Uhr als ich den Aussichtsplatz mit Blick zur Schlögener Schlinge erreiche. Mit dem allerletzten Tageslicht mache ich noch das Foto, danach ging ohne Blitz nichts mehr. Noch ein mal musste ich ein Waldstück queren, dann war der Güterweg von Dorf zur Ruine erreicht. Die letzten zwei Kilometer zum Parkplatz der Ruine fand ich im Schein meiner Stirnlampe ganz leicht.

 
Info Tafel zur Schlögener Schlinge

Von dieser Infotafel hat man bei Tag bestimmt eine schöne Aussicht. Ich konnte die Donau schemenhaft bei Mondlicht erkennen Und die Lichter der Häuser um mich herum. Ich gehe die letzten Meter zum Auto. Die Jacke ist immer noch im Rucksack und so endet ein Spätsommer Tag im November. Es ist doch verrückt.

 

 

Anmerkung.

Ein sehr schöne Runde, auf der man sich in den Sommermonaten ständig erfrischen kann. Der Naturlehrpfad ist wunderschön angelegt. Wenn ich auch nicht jede Tafel gelesenen habe. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind unbedingt erforderlich. Der Steig ist sehr schmal, an schwierigen Stellen jedoch mit Fixseilen gesichert. Von 01 Mai bis 30 September besteht die Möglichkeit mit einer Fahrrad Fähre von Grafenau nach Au zurückzufahren und von dort wieder zum Parkplatz der Ruine aufzusteigen. Die Runde ist teilweise nur sehr wenig markiert. Ein Karte ist hier von Vorteil.

 

Tour in Kürze:

  • Anreise: siehe Karte. In Ort „Dorf“ geradeaus weiterfahren auf dem Güterweg bis zum Ende des Weges. Hier ist der Parkplatz.
  • Start/Ziel: Parkplatz Ruine Haichenbach
  • über: Au, Grafenau, Weikersdorf
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Wetter: sonnig, warm
  • Schwierigkeit: ROT
  • Wegenummern: keine 
  • Wegweiser: Donausteig, Au, Grafenau, Teufelskirche, Dorf
  • Info zur Ruine
  • Gaststätten: keine im Sommer mit der Fähre zur erreichen
  • Bildersammlung

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