von der Hartelsgrabenbrücke zum Sulzkarhund (1822m) und Heßhütte (1699m)

Der Aufstieg zur Heßhütte war ja schon für Anfang Oktober geplant, doch der kurzzeitige Wintereinbruch machte unsere Pläne zu nichte. Es hatte vor dem Wochenende bis in die Tieflagen geschneit und die der Wetterbericht war auch nicht sehr überzeugend. Deshalb hatten wir uns für Budapest entschieden. Heute war es dafür ganz anders. Der Wetterbericht war einfach nur Top. So konnte ich den Feiertag (Nationalfeiertag) voll auskosten.

Hartelgrabenbrücke

Es ist auch für heuer die letzte Gelegenheit zur Heßhütte zu wandern. Der Nationalfeiertag ist der Tag wo die meisten Berghütten den letzten Tag geöffnet haben.

Doch welche Route nehme ich. Die Hauptroute vom Köblwirt (3 Stunden), die steile vom Gstatterboden (3,5 Stunden) , oder die lange von der Hartlsgrabenbrücke (5 Stunden).

Ich entschied mich für die lange. So fuhr ich bereits um 6 Uhr von Wels auf der A9 Richtung Graz. Ich wählte für die Anreise den Weg über den Hengstpass. Es ist etwas weiter. dafür hatte ich schon eine wunderschöne Anfahrt.

Die Berge im Licht der aufgehenden Sonne. Die richtige Einstimmung zur Tour. Es ist 7,45 als ich den Parkplatz bei der Hartelsgrabenbrücke erreiche. Das Thermometer zeigt 7 Grad, doch der Wind, der durch das Tal pfeift macht es sehr frisch. So machte ich mich schnell fertig für die Tour. Der Weg (alter Forstweg) verläuft durch ein enge Schlucht.

Wasserfall

Ich gehe über das Bahngleis zum Forstweg neben dem ersten Wasserfall. Die mächtigen Berge rechts und links des Weges. Es ist gerade Platz für den Gebirgsbach und dem Forstweg. Das Wasser stürzt, wo es Platz hat, zu Tal. Es geht stetig bergauf, bis sich nach 70 min die Schlucht etwas öffnet und den Blick auf ein kleines Tal und die Hartelsgrabenhütte (Jagdhütte) freigibt.

Jagdhütte

Es ist aber niemand da. Hier trifft mein Weg auf den von Hieflau (Nr 666). Ich steige weiter auf.

Die Sonne strahlt die Berge runter herum an. Mich erreicht sie leider noch nicht. Die Jacke ist schon lange im Rucksack. Solange man sich bewegt ist es recht warm. Eine Pause mache ich trotzdem erst an einem sonnigen Platz. Ab der Hütte ist der Forstweg deutlich besser geworden. So komme ich gut voran.

Nach zwei Stunden habe ich die Sulzkaralm erreicht. Hier holt mich ein andere Wanderer ein. Der scheint die Strecke gut zu kennen. Ich treffe gerade rechtzeitig mit ihm zusammen. Ich wäre den Forstweg weitergegangen. Er zeigt mir den Steig wo der Weg weiter geht. Die Markierungen auf den Steinen sind kaum zu sehen. So kürzte ich meine Weg ein Stück ab. Es ist ruhig auf der Alm. Keine Kühe oder Schafe sind mehr da. Die Viehtränke ist leer. Als mich die ersten Sonnenstrahlen erreichen ist es bereits viertel nach Zehn und Zeit für eine kleine Pause. Ich genieße die Wärme und den wunderschönen Tag.

erster Blick zum Silberkarhund

Etwas später geht es weiter und der Wald gibt den Blick auf den „Hund“ frei, den Sulzkarhund. Da rüber muss ich noch. Der Weg quert den Hang von links nach rechts. Oben am Sattel kann ich ein Wegkreuz sehen.

Teile meiner heutigen Tour ist die Route des Fernwanderweges Nr 4. Von den Pyrenäen-Jura-Neusiedler See. Das schaffe ich heute nicht. 😀 Wäre aber auch mal eine interessante Tour.

der Weg

Mein Weg ist schmal und windet sich den Berg rauf. An zwei Felsen vorbei bis ich den Sattel beim Wegkreuz erreiche. Ich schaue mich um.

Blick zurück

Die Aussicht ist herrlich. Ich trage mich ins Buch ein. Nicht viele steigen hier auf. Ich bleibe nur kurz. Ich bin jetzt 4 Stunden unterwegs und freue mich auf eine Stärkung in der Berghütte. Weit dürfte es nicht mehr sein. So steige ich langsam auf der anderen Seite wieder ab.

die Heßhütte

Eine Viertelstunde später kommt die Hütte in Sicht. Hier trifft man auch auf den Weg vom Köblwirt. Der Weg ist ein wenig kürzer. Hier sind deutlich mehr Wanderer unterwegs. Der letzte Hüttentag und bei dem Wetter ist sie natürlich gut besucht. Ich genieße die Aussicht.


Nach einer kleinen Stärkung mache ich mich schon wieder auf den Rückweg. So darf ich wieder zum „Hund“ aufsteigen. Oben noch mal einen Rundblick und dann den schmalen Steig wieder absteigen.


Teilweise mit der nötigen Vorsicht. Eine halbe Stunde später ist das auch geschafft. Nun geht es über die Almwiesen weiter. Die Sonne verschwindet schon wieder hinter den Bergen. Die letzten Sonnenstrahlen tauchen das Tal in ein besonderes Licht. Der Forstweg ist erreicht und ich gehe flotten Schrittes in Richtung Tal.

Der alte Forstweg im Hartelsgraben ist ganz schön steil. Beim Aufstieg habe ich das gar nicht so empfunden. Nach 8 Stunden und 45 min erreiche ich wieder den Parkplatz an der Brücke

Anmerkung:

Trotz der länge der Tour ist sie recht abwechslungsreich. Im Sommer sicher angenehm zum gehen. Ist durch die Berge länger im Schatten und eine kühle Erfrischung ist auch nie weit. Auch der Silberkarhund liegt lange im Schatten. Im Frühjahr je nach Schneelage sicher nur erschwert zu begehen. Bei der Silberkaralm bei der ersten Linkskurve geradeaus beim Holzzaun. Der Weg verläuft links oberhalb durch die Almwiese. Markierungen auf den Steinen am Boden

Tour in Kürze:

  • Anreise: Test Karte und gpsies Karte
  • Start: Hartelsgrabenbrücke
  • Ziel: Heßhütte
  • über: Silberkarhund
  • Aufstieg: 4 Stunden 30 Minuten
  • Abstieg: 3 Stunden 45 Minuten
  • Wetter: sonnig, warm
  • Schwierigkeit: ROT
  • Wegenummern: 665, 601, E4
  • Hütten: Heßhütte
  • Bildersammlung

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