Schnuppertour nach Budapest

Meine verlängerten Wochenende stehen meistens eine längere Zeit fest, unabhängig vom Wetter. So hatten wir bereits öfters Glück mit dem Wetter, einigemal leider auch Pech. Für diese Wochenende waren die Prognosen auch mehr als schlecht und am Mittwoch schneite es in den Bergen bis in tiefe Lagen. Die geplante Tour ins Gesäuse war mehr als fraglich. Was tun war die Frage. Wir entschieden uns für eine Städtetour. Der Westbus macht immer wieder Angebote für Städtetouren. So viel unsere Entscheidung auf Budapest, mit deutlichen besseren Wetterprognosen. Am Samstag waren wir noch auf einer Geburtstagsfeier daher begann unsere Tour erst am Sonntag

Westbahnhof

Wie soll es anders sein, es ist neblig und kalt. Von Wels fuhren wir mit der Westbahn nach Wien. Zeitweise geht es  mit 200 km der Sonne entgegen. Kurz vor Wien fahre ich zum ersten mal durch den neuen Tunnel. Dadurch erreichen wir Wien 20 min schneller. In Wien haben wir nicht nur schöneres Wetter sonder auch noch ein wenig Zeit bevor wir mit der U3 zum Internationalen Busbahnhof Erdberg fuhren. Der Bus steht schon bereit, und wir können nach dem Einchecken incl. Passkontrolle einsteigen.

 
Fahrt nach Budapest

Pünktlich fährt er los und nach dem einzigen Stopp beim Flughafen geht es direkt weiter nach Budapest. Das Thermometer im Bus zeigt 13 Grad, die Blätter der Bäume am Straßenrand haben sich herbstlich verfärbt. Es ist ruhig heute auf der Autobahn. An der Grenze stehen unzählige Windräder und sie drehen sich alle. Je näher wir Budapest kommen um so wärmer wird es. Am Busbahnhof in Budapest sind es 22 Grad und die Sonne lacht.

 

Nachdem wir unsern Koffer erhalten hatten mussten wir uns erst ein mal orientieren. Ich hatte mir gestern im Routenplaner den Weg vom Busbahnhof zum Hotel angeschaut und soweit schaute es auch nicht aus. Die U-Bahn Station ist direkt beim Busbahnhof. Wir sind nur 4 Stationen gefahren und  das war trotzdem etwas zur weit und so durften wir ein ganzes Stück zurück laufen. Doch laufen sind wir ja gewöhnt 😀 Im Hotel hielten wir uns nur kurz auf. Wir wollten ja was von der Stadt sehen.

 

So machten wir uns sofort auf zur nächste gelegenen 😉  U-Bahn Station und fuhren in Richtung Zentrum. Hier in Budapest stehen an jeder Rolltreppe Kontrolleure und prüfen wirklich jedes Ticket zu jeder Zeit und in allen Stationen. Ein Teil der U-Bahn ist nach London die älteste von Europa. Im Jahre 1896 wurde die Line 1 eröffnet. Die Waggons der Linie 3 mit der wir unterwegs waren sind russischer Bauweise. Ob man hier auch alles mit einem Kreuzschraubenzieher reparieren kann (während der Fahrt) wie bei einer Tupolev im Flug. (Kommentar eines anderen Passagiers bei unserem Flug nach Bulgarien vor einigen Jahren).

 

In Fereniek tére verließen wir die U-Bahn und gingen durch die Innenstadt zur Donau.

 

In einem Straßencafe suchten wir uns einen Platz und studieren die Karte wo wir jetzt hingehen. Die Auswahl der Möglichkeiten erschlägt einen. In einer Stadt mit ca. 1,7 Mio Einwohner gibt es immer was zu sehen. Wo sollen wir da nur zu erst hingehen.

 

Schließlich haben wir uns entschieden und fuhren mit dem Linienschiff auf die andere Seite nach Buda. Buda ist die Seite mit Hügeln. Auf diesen Seite liegen wunderschöne Paläste und Kirchen. Nachdem wir die Seite erreicht haben geht es ein Stück zurück zur Standseilbahn der Buda Burg.

 
Standseilbahn

Ein kurze Seilbahn. Der Reiz dieser Bahn liegt in dem Alter und der besonderen Bauweise und nicht in den Höhenmeter die wir mit der Bahn schaffen. Zu Fuß wären wir in 10 Minuten auch oben. Mit Wartezeit und Auffahrt braucht wir genau so lange.

 

Von der Bergstation hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Donau und auf Pest. Die Innenstadt direkt vor uns.

Blick nach Pest

Unser weitere Weg  führt uns zu den Resten der Burg, mit Blick auf die National Galerie und den Sitz des Präsidenten. Hier oben halten wir uns eine Weile auf. Wir gehen durch den Innenhof des Historischen Museum und vorbei an der National Galerie, bevor wir uns wieder langsam Talwärts in Richtung Pest wenden.

 

Die Széchenyl lánchid (Kettenbrücke), vibriert unter dem ständigen und starken Verkehr. Die Sonne verschwindet schon langsam hinter den Hügeln von Buda und wir wenden uns Richtung Innenstadt, mit seinem alten und sehr schön hergerichteten Stadthäusern. In ihnen findet man die auch bei uns bekannten Textil und andere Internationalen Geschäfte und Cafes.

 

Vor einem findet gerade eine Straßen Rockkonzert statt. Wir suchen für uns statt dessen ein Lokal zum Abendessen. Die Gaststätten und Restaurants sind auf die Internationalen Gäste vorbereitet. Die Speisekarten sind zumindest in Englisch, viele haben auch deutschsprachige Speisekarten. Nach etwas längerem Suchen haben wir ein Lokal gefunden. Es ist im Promenaden-Bereich der Donau und wir haben beim Essen einen wundervollen Blick nach Buda. Der Abend ist für diese Jahreszeit noch recht angenehm warm. Für die Gäste stehen aber zusätzlich noch Decken zur Verfügung und es sind Heizstrahler im Gartenbereich des Lokales verteilt. Das Lokal war sehr gut besucht. Ein Dreimann Band sorgt für die musikalische Untermalung.

 

Nach einem guten Essen bummelten wir noch entlang der Donau und hatte einige Gelegenheiten für wunderschöne Fotos, bevor wir mit der U-Bahn zurückgefahren sind.

 


Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück nochmals auf und gingen zur Synagoge von Budapest. Hier war sehr viel Betrieb und es würde ziemlich lange dauern bis wir eine Eintrittskarte hätten und durch die Sicherheitskontrollen beim Eingang durch wären. Leider hatten wir ja nicht mehr soviel Zeit und begnügten uns mit einem Blick von außen. Wir gehen durch die Innenstadt zur Donau und über die Kettenbrücke nach Buda. Wir gehen den kleinen Hügel rauf zur Fischerbastei im Budaer Burgenviertel.

 

Für die Matthias Kirche und die Bastei ist ein Eintritt zu bezahlen. Es ist eine Gotische Hallenkirche. Hier fand unter anderem die Krönung von Franz Joseph I und Elisabeth statt. Es gibt einige Hinweise drauf in der Kirche. Nach diesem Streifzug durch die Geschichte, gingen wir noch auf die Festungsmauern der Bastei und blickten auf die Donau und nach Pest. Leider mussten wir jetzt nur noch an den Rückweg denken. Dafür mussten wir erst einmal 60 Meter unter die Erde zur U 2. Diese Line fährt unter der Donau nach Pest. Hier steigen wir noch ein letztes mal um. Im Hotel holen wir noch unser Gepäck ab und gehen zu Fuß zur Bushaltestelle der Fernreise Busse. Die Rückfahrt begann und am frühen Abend waren wir wieder im nebligen und kalten Wels.

 

Anmerkung:

Eine wunderschöne aber viel zu kurze Tour. Es war nicht unser letzter Besuch in Budapest. Es gibt soviel zu sehen Museen,  Kirchen und noch vieles mehr. Wir würden uns dann auf jeden Fall die Budapest Card besorgen. Es ist günstiger und ich könnte noch viel mehr U-Bahn und Straßenbahn fahren. 😀 Außerdem ist es bei dem üblichen Großstadtverkehr nur zu empfehlen. So kann man sich auf das wesentlich konzentrieren. Wer mehr wissen will kann hier schauen. Etwas was wir nicht kennen ist die ständige Kontrolle an jeder Station von jedem Fahrgast. An jeder Rolltreppe stehen ständig drei bis vier Kontrolleure. 

Tour in Kürze:

2 Kommentare zu „Schnuppertour nach Budapest

Gib deinen ab

  1. Hallo,
    wenn Sie nächstes Mal in Budapest sind, schauen Sie sich doch mal „das andere Ende“ der Stadt an: Heldenplatz mit Museen, Stadtwäldchen mit Burg Vajdahunyad, Eisbahn, Zoo und Széchenyi Therme!
    Viele Grüße
    Anke

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