Bergtour zum großen Priel (2515m) im toten Gebirge

Der große Priel und wir, eine lange Geschichte. Das erste mal war es im September 2007.  Da hatten wir unsere Tour bis zur Welser Hütte geplant. Nach kurzer Pause  gingen wir spontan weiter und erreichten Nachmittags gegen 15 Uhr den Fleischbanksattel. Der kalte Herbstwind pfiff uns um die Ohren. Es war zu spät noch weiter zu gehen und deshalb stiegen wir wieder ab. Beim zweite Versuch reisten wir bereits am Vortag an, und  übernachteten im Almtalerhaus. Am nächsten Morgen starteten wir um 4 Uhr in der Früh. Sibille konnte die gute „Hüttenjause“, so früh nicht essen. Ein Wurstbrot das keine Wünsche offen ließ. Kurz vor der Welser Hütte ging dann bei ihr nichts mehr. Sie hatte ein richtigen Hungerast. Nach Traubenzucker und einem süßem Getränk konnten wir dann zumindest bis zur Hütte aufsteigen. An ein weitergehen war nicht zu denken. es bestand ab späten Mittag eine Unwetterwarnung. So war es eine Welser Hütte Frühstücks Tour  🙂 Bei unserer Überschreitung war der Gipfel vom großen Priel im Nebel und nur so aufsteigen wollten wir nicht und gingen weiter zur Pühringer Hütte.  Heute starteten wir wieder einen neuen Versuch. Nach Schichtende fuhren wir ins Almtal zum Almtalerhaus. Von hier begann unsere Tour, mit dem 45 Minuten Marsch zur Talstation der Materialseilbahn von der Welser Hütte. Wer jetzt denkt er könnte sich diesen Anmarsch ersparen und mit dem Rad fahren das ist hier im Hetzautal VERBOTEN. Nun durften wir gute zwei Stunden 800 Meter zum Teil recht steil bergauf steigen. Meine Lieblingstelle erreichen wir schon nach wenigen Minuten. Der Weg am Felsen ist wunderschön.

meine Liblingstelle
meine Lieblingstelle

Danach über die Leiter und weiter auf schmalen Wegen. Wir erreichen die erste Bank und dann das alte Schild mit dem Hinweis „eine Stunde bis zur Hütte“.  Noch blüht es am Wegesrand.

Bei der zweiten Bank machen wir eine kurze Pause bevor wir über die alte Leiter aufsteigen. Die Hütte kommt schon in Sicht. Doch noch müssen wir einige Höhenmeter zurücklegen, bevor wir knapp 3 Stunden nach unserem Start am Almtalerhaus die  Hütte erreichen.

die Welserhütte ist erreicht

Wir hatten uns angemeldet und bezogen unser Betten im 8er Zimmerlager. Danach machten wir es uns es dann im Gastraum gemütlich. Die Hütte hat neue Hüttenwirte. Wir saßen mit einem Wiener Ehepaar und einem Herren aus der Region zusammen und hatten einen netten Abend. Nach einer ruhigen Nacht saßen wir bereits um halb sieben beim Frühstück. Es gibt ein Frühstücksbuffet das auf einer Berghütte keine Wünsche offen lässt. Mit Müsli und frischem Obst. Es ist recht frisch. Einen Rucksack lassen wir in der Hütte, wir kommen ja auf dem gleichen Weg wieder zurück.

anigif

So ging es etwas leichter weiter zum großen Priel. Der Weg ist immer wieder imposant.

Man geht durch die Steinwüste und vor einem baut sich eine Wand auf und es ist kaum zu glauben das es hier einen normalen Wanderweg gibt.

der Weg

Es geht an Felswänden vorbei, mit Seil versicherte Wege und einige Leitern. Nach 60 min erreichen wir die zweite Abzweigung zum Schermberg. Die erste führt über den Tassilo Klettersteig. Bei der zweiten bin ich im August 2009 abgebogen. Eine wunderschöne Tour aber im August sehr heiß 🙂 Wir gehen weiter zum Fleischbanksattel den wir nach 1,5 Stunden erreichen. Ein kurzer Blick auf den Weg in Richtung Pühringer Hütte bevor wir weiter gehen. Wir kommen an einer Gedenktafel vorbei. Dieser Wanderer ist mit 69 Jahren an Erschöpfung beim Abstieg 1991 hier gestorben ist. Wir steigen weiter auf und sind überrascht wie breit der Bergrücken ist. Es geht auf einem Geröllfeld bergauf.

die Gams lässt sich nicht stören Einige Gemsen sind nicht weit und lassen uns überraschend nah an sich heran bevor sie sich zurückziehen. Wir erreichen die Abzweigung zum Prielschutzhaus und wenige Minuten später stehen wir vor dem Grat zum Gipfel. An beiden Seiten fällt das Gelände jetzt sehr steil zu Tal ab. Nicht gerade der Weg den ich mag. Doch ich gehe weiter bis schließlich ca. 500 Meter vor dem Kreuz der Weg für mich zu schmal wird. Ich bleibe hier sitzen und Sibille geht weiter zum Gipfel. Sie hat ja keine Höhenangst. Links und Rechts fällt es hunderte Meter steil bergab. Ich mache noch zwei Aufnahmen und danach trete ich langsam den Rückweg an. Ich bin erleichtert als ich den breiten Gebirgsrücken erreiche. Hier ist dann auch Zeit für eine Pause, bevor wir uns auf den Rückweg machten.  Es geht langsamer zurück als wir dachten und wir erreichten erst nach 3 Stunden wieder die Welser Hütte. Hier blieben wir nur kurz und packten die Rucksäcke wieder um und gingen weiter ins Tal. Nach weiteren 3 Stunden erreichten wir das Almtalerhaus. Hier freuten wir uns auf das Abendessen.

Anmerkung:

Ein wunderschöne und anspruchsvolle Tour. Nach den Wegweisern in 5 Stunden bis zum Gipfel zu schaffen, wir brauchten 6 Stunden.  Man kann die Tour an einem Tag machen, das sind dann mindestens 10 Stunden ohne Pause.  Es ist aber deutlich angenehmer einen Zwischenstopp beim Aufstieg oder Abstieg einzulegen und zu übernachten. Der Gipfelgrat ist nichts für mich, trotzdem war es eine wunderschöne Tour und mein Gipfel war 500 Meter früher mit einer traumhaften Aussicht.  Achtung ab 15 September Jagdsperre in diesem Gebiet. Dann ist auch keine Zufahrt zum Almtalerhaus möglich!

Tour in Kürze:

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