ein langer Tag

Bereits um 4 Uhr klingelte heute der Wecker. In einer Arbeitswoche würde ich jetzt fluchen wenn die Nacht so früh vorbei wäre. Doch im Urlaub fiel es leicht, vor allem wir wussten ja was heute auf dem Programm stand. So verließen wir doch recht zügig das Hotelzimmer. kein GipfelfeuerNur noch kurz einige Sachen die wir nicht brauchen  ins Auto  und schon gingen wir rüber zur Seilbahn. Wir waren nicht die Ersten. Der Parkplatz füllt sich bereits. Die erste Bahn fuhr um kurz nach vier. Wir hatten die Abfahrt um ca 4,40 Uhr. Doch wir kamen schneller dran. So ging es bereits um halb fünf mit 5 anderen Gästen den Berg hinauf. Hier oben war die Außenterrasse inzwischen sehr gut gefüllt. So ca. 150 Personen suchten sich den besten Platz für den Sonnenaufgang. Keine Wolke am Himmel, die Berge zeichnen sich als Kontrast ab. Das erste Tageslicht erhellt den Himmel.

Die Rottöne wechseln sich fließend ab. Ramsauer KlettersteigMein Blick geht in Richtung des Ramsauer Klettersteigs. Die Berggipfel sind ganz klar und super zu sehen, Hohe Rams, Scheichenspitze, Gamsfeldspitz usw.

SonnenaufgangDie Sonne steigt auf. In einem Feuerrot steigt sie langsam höher und höher. Die Kondensstreifen der Flugzeuge als Kontrast. Es ist wunderschön. Es werden gerade hunderte von Fotos gemacht. Jeder hier hat eine Kamera, Handy usw. gezückt. Nach diesem Schauspiel gehen wir alle langsam in das Bergrestaurant zum Frühstück. Ein großes Frühstücksbuffet ist aufgebaut, das keine Wünsche offen lässt. Wir haben einen sehr schönen Platz am Fenster, mit Blick zum Hochbifang. Das Skigebiet von Altenmarkt-Radstadt. Dort sind wir schon oft Ski gefahren. Rechts rüber der Dachstein mit Gipfelkreuz. Die Fernsicht ist ein Traum. Nach diesem ausgedehnten Frühstück wurde es Zeit für unsere Tour. Wir wollten uns den Dachstein mal etwas genauer anschauen. Gestern Abend hatte wir ja schon gehört das auf der Route  wo wir aufsteigen wollten, in einem Bereich das Fixseil noch unter Schnee ist. Also nicht erreichbar. Das heißt in dem Bereich freies Klettern. Wir wollten eigentlich über die Ostschulter aufsteigen. Wir verließen das Restaurant und gingen Richtung Eispalast und dann über die neue Hängebrücke.Dachstein 09.07.2013 06-41-25.2013 06-41-25 Hier haben wir einen wundervollen Blick in die Tiefe. Die Brücke schwankt nur ganz leicht. Noch haben wir die Brücke für uns ganz alleine. Der offizielle Bahnbetrieb startet ja erst um 7,50 Uhr. Die Treppe ins nichts ist aber noch nicht fertig. Trotzdem auch so schon genug Nervenkitzel. Wir gehen auf den Gletscher über die Radtrackspur in Richtung Dachsteinwarte. Vorbei am Dirndl. Schließlich erreichen wir den Dachstein links bei der Schulter.

Dachstein 09.07.2013 07-21-50.2013 07-21-50Von der Ferne konnten wir schon beobachten wie zwei über den Gletscher in Richtung Dachstein aufstiegen. Sie blieben dabei auf den gut zu erkennen Pfad. Dort scheint wohl keine Gletscherspalte zu sein. Da oben ist auch der Bereich wo das Seil unter Schnee ist. Für mich stand damit fest. Hier geht es heute nicht rauf. So wussten wir aber das es für uns möglich ist. Wir waren nicht die einzigen die Heute abgebrochen haben. Wir gingen noch die wenigen 100 Meter weiter bis zur Dachsteinwarte.

Dachstein 09.07.2013 08-02-53.2013 08-02-53Die Schutzhütte ist immer noch teilweise unter Schnee. Direkt bei der Fahne endet auch der „Johann“ einer der schwersten Klettersteige. Schwierigkeit „E“. Schon der Einstiegsschwung ist so schwer. Das man sagt „Wer den nicht nach dem zweiten Versuch schafft kann nach Hause gehen“. Also nie was für mich. Wir blieben kurz noch bei der Hütte bevor wir unser Ausweichziel in Angriff nahmen, der niedere Gjaidstein. Zuerst wieder zurück auf der Radtrackspur bis links die Spur zum Gjaidstein auftauchte. Ab da  gingen wir weiter über die Felsen in Richtung Bergrettungshütte.

Dachstein 10.07.2013 12-17-25Hier schauten wir auf das Gletscher Skigebiet. Einige Skifahrer und Snowboarder waren unterwegs. Im Langlaufgebiet auch viele Langläufer. Wie wir später feststellten, aus Italien, Norwegen, Slowenien. Die hier bereits ihr Training für den Winter begonnen haben. Ein super Höhentraining. Wir klettern weiter Bergauf und erreichen schließlich den Steinhaufen vom kleine Gjaidstein. Dachstein 09.07.2013 09-16-00.2013 09-16-00Wir schauen rüber zum hohen Gjaidstein. Der weitere Weg verläuft am Grat und ist teilweise Seil versichert. Wir machen nur eine kurze Pause. Ein Bergdohle schimpfte mit uns das wir für sie nichts zu Essen hatten und flog von dannen. Wir gingen gemütlich wieder bergab bis zur Schutzhütte und hier blieben wir eine Weile. Inzwischen schaufelte die Bahn viele Besucher zum Gipfel. Manche blieben nur am Gipfel um sich zu Sonnen andere gingen zur neuen Attraktion der Hängebrücke und einige gingen auch zur Dachsteinwarte. Ein Gruppe kletterte gerade zum Dirndl hoch. Auch am Dachsteingipfel konnten wir einige Bergsteiger sehen. Eine andere Gruppe war auf dem Weg zum Guttenberghaus. Es ist viel los hier oben. Wir gehen die wenigen 100 Meter bis zur Bergstation und haben Glück,

die Wartezeit ist sehr kurz. Dachstein 09.07.2013 11-02-06.2013 11-02-06Die Seilbahn hat seit heuer neue Gondeln. Bei einer hat man die Möglichkeit im Freien mitzufahren. Man steht auf dem Dach der Gondel. 10 Personen können so eine besondere Fahrt genießen. Nach wenigen Minuten erreichen wir die Talstation. Hier unten warten Hunderte auf eine Fahrt nach oben. Der ganze Parkplatz ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Sommercard kommt sehr gut an. Auch wir hatten eine bekommen, da wir eine Nacht hier in der Region genächtigt hatten. Es war erst kurz nach Mittag als wir wieder im Tal waren. Kein Wunder wir waren ja schon lange auf. So suchten wir uns aus dem Sommercard Programm noch ein weiteres Ziel raus.

Unsere Entscheidung viel auf die „Wilden Wasser“. Wir fuhren  nach Schladming und weiter auf der anderen Seite wieder den Berg herauf nach Rohrmoos Untertal. Die Strasse ist teilweise „Mautpflichtig“ doch mit Sommercard frei. (einmalig). Wir fuhren nicht ganz durch sondern parkten bei einem Gasthaus. Von hier aus gingen wir an dem wunderschönen glasklaren Gebirgsbach in Richtung Riesacherwasserfall. Das letzt Stück auf der Strasse bis zu deren Ende.


Hier stiegen wir neben den Wasserfall auf bis zu Hängebrücke. die HängebrückeDie Hängebrücke schwingt doch deutlich mehr als die am Dachstein. Hier endet die Tour für uns heute. Wir gehen jetzt nur noch zurück, mit einer Kaffeepause beim Gasthaus Zur Weiße Wand. Ein urige über 300 Jahre alte Hütte. Danach noch mal ein Fußmarsch bis zum Auto und wir traten die Heimreise an. Die verlief aber nicht ganz ohne Probleme. Erst ein Verkehrsunfall auf unsere Strecke und dann vor Pürgg ein schweres Gewitter, so das wir nur langsam voran kamen. Bei Pürg war es dann vorbei. Doch beim Griming in Höhe Bad Mitterndorf erwischte es uns dann voll. Schweres Gewitter mit Wolkenbruch das an ein weiterfahren nicht zu denken war. Kurzzeitig auch Hagel. Doch nicht lange. Nach 20 min war alles vorbei und wir setzten langsam wieder unsere Fahrt fort. Am frühen Abend erreichten wir dann wieder unser Basislager. Ein langer wunderschöner Tag geht zu Ende. Morgen wir ein Badetag eingelegt,

Anmerkung:

Die Sonnenaufgangstouren sind wunderschön. Man braucht natürlich auch etwas Glück. Bei der Sonnenuntergangstour haben wir leider nichts gesehen. Alles in Wolken, dafür ein sehr schönes Essen. Auch das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Wir machen das mit Sicherheit wieder. Das der Dachstein für uns (mich) nicht erreichbar war ist zwar schade, aber der Berg ist morgen auch noch da. Achtung im Gletschergebiet unbedingt auf den markierten Wegen bleiben. wegen den Gletscherspalten!!

Auch die Nachmittagstour war sehr schön. Hier haben wir einige schöne Touren entdeckt die wir noch unternehmen können. Die „Wilde Wasser“ Tour hat für jeden etwas. Für Familien mit Kindern, Wanderer und für Personen die Barrierefrei etwas unternehmen möchten. Man kann von Schladming bis zum Riesacherwasserfall gehen und fährt zurück mit dem Linienbus.

Tour in Kürze Dachstein:

     

    Tour in Kürze Wilde Wasser:

      • Anreise/Start: siehe Karte
      • Ziel: Hängebrücke Riesacherwasserfall
      • Dauer: 3 Stunden
      • Schwierigkeit: ROT
      • Wetter: sonnig und leichter Regen

       

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