Sonnwendfeier beim Hochleckenhaus 1572m

Nachdem das Wetter überraschender Weise doch recht gut war, hielten wir an unserem Plan fest heute zur Sonnenwende zum Hochleckenhaus aufzusteigen. So machten wir uns am späten Nachmittag auf zur Kienklause von wo wir die Tour starten wollten. Hier standen recht wenige Autos. Uns sollte es recht sein so hatten wir viel Platz zum Parken. Wir gehen entlang des Forstweges, bis der Weg nach rechts abzweigt. Dieser Bereich ist seit Jahren nur erschwert zu begehen und jedes Unwetter macht es noch etwas unbequemer. Man sucht sich seinen Weg selber, die Markierungen geben nur grob die Richtung vor. Trotzdem ist es kürzer als wenn man auf dem Forstweg bleibt. Die macht einen großen Bogen. Nach einer Viertelstunde ist auch das geschafft und wir gehen wieder ein Stück auf dem Forstweg, bis der Wanderweg endgültig rechts abzweigt. Ab nun geht es stetig steil bergauf. Vor etwas über eine Woche bin ich den Weg ja erst gegangen. Aber zum Hochleckenhaus geht man ja öfters im Jahr. Es gibt einige die das mehrmals die Woche machen, dann aber in der Regel von der Tafelklause aus. Der Weg ist kürzer dafür deutlich steiler. Wer es ganz extrem haben will macht es mehrmals in 24 Stunden. Uns reicht es einmal am Tag rauf und runter. Die Luft ist drückend und wir kommen doch ganz schön ins schwitzen. Nach 90 min ist die „Hohe Rast“  erreicht mit einer traumhaften Fernsicht.

Sonnenwendfeier 21.06.2013 18-12-18

Nach weiteren 50 min erreichen wir das Hochleckenhaus. Von Ferne hörte man schon die Musik. Wir suchen uns ein Patz mit Aussicht und der etwas geschützt ist. Es sind bereits einige Wanderer hier oben. Heute bleiben auch einige über Nacht. Wir stärkten uns erst ein mal bei Speckbrot und Schweinsbraten, danach noch eine Mehlspeise  und unterhielten uns mit den Tischnachbarn. Nach und nach kommen immer mehr Wanderer an und die Tische füllen sich. Langsam wird es etwas kühler, wir holen die Jacken aus dem Rucksack.  Die Kinder spielen, nicht mit Gameboy und Handy, sondern die alten klassischen Spiele von verstecken bis der Ochs am Berg. Das überraschte uns alle am Tisch doch sehr positiv. SonnenuntergangDie Sonne lieferte uns ein wahres Schauspiel. Zusammen mit den Wolken war es ein Wahnsinns Farbenspiel. Nachdem sie sich verabschiedet hatte wurde es noch kühler und die zweite Jacke wurde übergestreift. Endlich war es soweit und wir alle (inzwischen über 100 Personen) machten uns auf zur Feuerstelle, wo die Mitglieder vom Alpenverein ein großen Haufen von entwurzelten Sträucher und abgebrochenen Ästen aufgeschichtet hatten. Nach einer kurzen Ansprache vom Alpenverein wurde das Feuer entzündet. Ein Schauspiel der besonderen Art. Das Feuer, die Aussicht in das Tal mit den beleuchteten Orten. So schön es ist macht es doch auch ein wenig wehmütig. Ein halbes Jahr ist rum. Die Tage werden wieder kürzer. Wir hatten in diesem halben Jahr extreme Wetterereignisse. Ein Winter der sich nicht verabschieden wollte. Die große Flut mit Zerstörungen in nicht gekanntem Ausmaß und die letzten Tage extreme Hitze. Nun lassen wir uns überraschen was die zweite Jahreshälfte bringt. Für uns heißt es nun aber erst ein mal, die Stirnlichter aufsetzten und den Weg ins Tal finden. Schon nach wenigen Augenblicke sind wir ganz alleine. Nach der Almwiese ist dann ganz leicht auf dem Weg zu bleiben. Ja und alleine ist man im Wald ja nie. Ab und zu leuchten einem aus dem Wald die Augen der Tiere an die wir mit unserem Licht anstrahlen. Der Weg hat sehr helle Steine und durch das Licht ist der Bereich wo wir gehen sehr gut zusehen. So geht es jetzt die nächsten 90 min ins Tal. Außer unseren Schritten und das klappern der „Stecken“ ist nichts zu hören. Kein Wind, keine Tier und alles dunkel und schwarz um uns herum. Der Wald schläft. Sonnenwendfeier 21.06.2013 23-19-43Nur eine Kröte war mitten auf den Weg. Wir haben sie gerade noch rechtzeitig gesehen. Schließlich haben wir den Forstweg erreicht und gehen flotten Schrittes zum Parkplatz. Hier nehmen wir auch den Umweg, wir hatten keine Lust im dunkeln den Weg in dem erschwerten Bereich zu suchen. Es ist schließlich viertel nach Zwölf als wir unser Auto erreichen.  Keine Hexen und Geister gesehen 😀 Die werden noch oben um das Feuer tanzen.

Anmerkung

Bei Nacht unterwegs zu sein hat immer wieder was Abenteuerliches, selbst wenn man den Weg schon viele male gegangen ist. Es war richtig Nett und Lustig beim Hochleckenhaus.

Tour in kürze:

     

    2 Kommentare zu „Sonnwendfeier beim Hochleckenhaus 1572m

    Gib deinen ab

    1. Wir haben uns ob des Wetters dummerweise entschieden, nicht die knapp 100 km auf uns zu nehmen. Im Nachhinein war die Sicht gut, so dass man vom Tal die Johannisfeuer sehen konnte. Nächstes Jahr dann eben!

    Ich würde mich über Tipps und Anregungen und dein Feedback freuen

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

    Verbinde mit %s

    This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

    Erstellt mit WordPress.com.

    Nach oben ↑

    %d Bloggern gefällt das: