Bergtour zur „schlafenden Griechin“ Erlakogel 1575m

Gestern war ja Traumhaft schön doch für den nächsten Tag meldete der Wetterbericht in ganz Österreich Föhn, Sonnenschein, blauer Himmel und bis zu 28 Grad. Da ist doch klar das ich nicht ruhig sitzen bleiben. Der Erlakogel 1575m steht auf dem Programm. Im Volksmund auch „schlafende Griechin“ genannt. Wer wissen will warum, schaut hier. Heute Morgen dann wirklich wie versprochen herrlichstes Wetter, dafür sehr frisch. Nur 10 Grad in der Früh. Nach einem kurzen Frühstück machte ich mich bald auf nach Ebensee. Jetzt unter der Woche war natürlich viel Verkehr auf den Seestraßen  Mich störte das aber nicht und bereits nach 50 min war der Parkplatz am Traunsee in Rindbach (Ebensee) erreicht. Er ist von April bis Oktober Gebührenpflichtig (Anmerkung beachten) Ich rechnete aus wie lange ich brauchen würde und zahlte für diese Zeit mit Reserve. Dann ging es los. Noch kurz durch den Ort und entlang des Rindbachs, bis der Weg abzweigte. Ab jetzt ging es stetig steil bergauf. Mir wurde ziemlich warm. 🙂 So das meine Fleecejacke schnell im Rucksack verschwunden war. Die Sonne steht jetzt in der Früh noch recht tief und scheint so seitlich durch die Blätter.

Eine schöne Stimmung. Ich gehe weiter unter einem Felsvorsprung durch und einer Felsspalte. Immer höher geht es rauf auf den Berg. Nach etwas über eine Stunde lichtet sich zum ersten mal der Wald. Nun wird es Zeit für etwas Sonnenschutz. Die Sonne scheint in ihrer ganzen Pracht vom Himmel herunter. Eine Wanderin überholt mich. Ich bin ja doch nicht so ganz alleine Unterwegs. Nochmals geht es kurz durch einen Wald, bis ich nach weiteren 15 Minuten den unteren Teil der Spitzelsteinalm erreiche.

Hier ist ein Brunnen direkt neben der Leiter zur Alm Die Erfrischung tut gut. Noch sind keine Kühe hier oben, das wird sich bald ändern. Ich komme an der geschlossenen  Almhütte vorbei. Sie ist offiziell  auch nicht bewirtschaftet.

Kurz nach der Hütte direkt vor mir auf dem Weg,  genießt eine Schlange den sonnigen Tag. Weiter führt mich dieser nach oben und nach zwei Stunden kann ich unter mir zum ersten mal den ganzen Traunsee sehen. In dieser Richtung ist es wunderschön. In die andere Richtung kann man meinen die Welt geht zu Ende. Viele abgestorbene Bäume. Nach einer weiteren Viertelstunde wird es Zeit für eine kurze Pause. Ich bekomme so langsam Hunger. So mache ich es mir auf einem Baumstumpf gemütlich. Ich schaue zum See runter. Schon richtig Postkarten Kitsch so schön ist es. Gegenüber auf der anderen Seite, der Gipfel vom kleine Sonnstein Ein Gipfel  für mal so auf die schnelle. Darunter die Seestraße mit ihren Tunnel und Viadukten. Dahinter die Bahnlinie Gmunden – Bad Ischl. Gerade fährt ein Güterzug von einem Tunnel raus und verschindet schon wieder im nächsten. Rechts dann Traunkirchen auf der Halbinsel. Links oben der Feuerkogel (leider nicht mehr auf dem Bild). Die Bergstation ist gut zu erkennen. Viele Touren fallen mir ein. Die Pisten sind ja wieder grün. Vor einigen Jahren hat das schrecklich ausgesehen. da wurde das Skigebiet umgebaut. Von weiten war zu sehen wo die Pisten neugebaut wurden. Die Wunden sind verheilt.

Ich gehe weiter. Wenige Minuten später kam auch der Gipfel in mein Blickfeld. Alleine war ich auch nicht mehr. Es waren doch einige Wanderer unterwegs.Kurz vor dem Gipfel muss man etwas kraxeln, schon habe ich den Gipfel erreicht. Nach 3 Stunden und über 1100 Höhenmeter Aufstieg. Mir bleibt einfach die Luft weg. Heute ist eine traumhafte Aussicht. Mit Hilfe diese Gerätes kann man zu den einzelnen Gipfel schauen. Ich habe mir die Bischofsmütze im Dachstein Massiv rausgesucht. Es ist schon wieder lange her das wir dort die wunderschöne aber sehr lange und anstrengende Tour von der Gablonzer Hütte über den „Linzer Weg“ zur Adamek Hütte gemacht haben. Wir waren damals 11 Stunden unterwegs!

Auf der anderen Seite. der TRAUNSTEIN. Wie oft war ich schon da oben. Ich werde oft belächelt, aber am schönsten ist es wenn man die Tour in zwei Tagen macht. Wer einmal einen Sonnenuntergang da oben erlebt hat möchte das nicht missen. Da hat man den Gipfel auch meistens ganz für sich alleine. Die Naturfreunde Hütte wird ja heuer umgebaut. Ich bin ja gespannt wie sie nächstes Jahr aussieht. Von hier oben kann man so viele Gipfel sehen und mir fallen so viele Touren dazu ein, wo ich (wir) schon waren. Das würde hier zu weit führen sie alle zu Erwähnen. Nach dieser wunderschönen Pause mache ich mich auf den Rückweg. Nach 2 Stunden und 20 Minuten bin ich bereits wieder im Tal. Wie soll es anders sein mache ich natürlich noch einen Stop bei einem Eiscafé. 😀

Anmerkung:

Eine traumhafte Tagestour, die aber gerade im oberen Bereich Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit voraussetzt. Aber auch im Wald sind oft unter den Blättern kleine Rutsch und Stolperfallen versteckt.In den Sommermonaten würde ich empfehlen sehr früh aufzubrechen. Der Parkplatz am See ist recht Teuer und im Sommer mit Sicherheit bei Badebetrieb auch voll. Es muss aber noch einen Parkplatz geben. Ich habe ihn aber nicht gesehen. Auf der Tour gibt es keine bewirtschaftet Berghütte oder Alm. 

Tour in Kürze:

  • Start: Ebensee Rinbach am Seeparkplatz (Gebührenpflichtig von April bis Oktober 0,50€ pro Stunde; Tagessatz 12,00€, Wohnmobile müssen sofort Tagessatz zahlen!)
  • Ziel: Erlakogel 1575m (schlafende Griechin)
  • Dauer: Aufstieg 3 Stunden; Abstieg 2 Stunden 20 Minuten
  • Wegenummer: 421
  • Schwierigkeit: k.A ( ich würde es aber gerade im oberen Bereich als schwarz einstufen)
  • Wetter: Föhn, sonnig, warm
  • Berghütten/ Almen: keine
  • Bildersammlung

 

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