zum Schafberg (1782m) über Burggrabenklamm

Unser heutiges Ziel ist der Schafberg. Wohl einer der bekanntesten Berge in Österreich und der wohl am leichtesten zu erreichende Gipfel. Es fährt eine Zahnradbahn hinauf. Allerdings nur wenn man sich in Sankt Wolfgang am Wolfgangsee befindet.

Hier auf dem Foto ist im Hintergrund der Schafberg sehr schön vom Attersee aus zu sehen. Unser Startpunkt war auf dieser Seite in der nähe von Burgau am Attersee, und wir hatten mindestens 4 Stunden aufstieg vor uns. Unser Plan war über die Burggraben Klamm zur Eisenaualm und weiter vorbei am Suissensee über die Himmelspforte zum Schafberg Gipfel. Aber es sollte anders kommen als geplant. Doch jetzt zum Anfang. Wir starteten bereits um viertel vor sieben vom kleinen Parkplatz bei der Atterseestrasse. Wir waren nicht die ersten. Gerade ging  ein anderer Wanderer los zur Tour. Der Wanderweg oberhalb der Klamm ist ja schon seit längerem wieder geöffnet. Ich will ja nichts über meine Landleute sagen, aber durch eine Klage war der Weg mal gesperrt.

Es ist halt ein Wanderweg (Steig) und nicht auf der Esplanade. Es ist ein wunderschöner Steig mit sehr schmalen Passagen. Teilweise mit Seilen gesichert. Und es geht ein lange Zeit auf einer Seite sehr steil in die Tiefe.

Die Brücken sind halt jetzt seit dem Vorfall neu.

Der Weg ist wunderschön. Er wechselt immer wieder die Seite. Das Wasser rauscht in der Tiefe.

So geht es eine ganze Weile dahin.

Die Schnecken brauchen ein wenig länger als wir. Nach einer Stunde sind wir durch die Klamm durch und wandern weiter durch einen Wald und über Almwiesen.

Hier liegen die Kühe gemütlich in der Wiese. Weiter geht es bergauf. Ein Schild hat uns kurz etwas irritiert. Es steckte in der Wiese und durch die Witterungseinflüsse war es fast umgefallen und zeigte in die falsche Richtung. Aber wir hatten schnell wieder den richtigen Weg. Das nächste Schild ist schon ganz in den Baum eingewachsen. Die Natur holt sich alles zurück. Nach zwei Stunden (ganz nach Plan) erreichten wir die Eisenaualm.

Hier waren die Kühe auch schon auf der Weide. Aber was war mit denen los. Sie „muhten“ die ganze Zeit. sprangen zum Teil wie verrückt auf der Wiese hin und her. Wir machten freiwillig einen großen Bogen. Am Forstweg kamen uns noch vereinzelt Kühe entgegen und „brüllten“ zum Teil. Auf ein mal setzte sich die ganze Herde wieder in unsere Richtung in Bewegung und das nicht langsam. Sie kamen im „Kuhgalopp“ daher. Wir überließen ihnen freiwillig den Forstweg und hielten uns abseits in der Wiese. Nach 10 min errichten wir die Kienbergerhütte. Dort haben wir auch erfahren warum die Tiere so verrückt spielten. Sie sind erst vor wenigen Stunden auf die Alm gebracht worden, nach dem Winter. Nach so langer Zeit im Stall haben sie sich erstmal ausgetobt. Nach einem guten „Bratlbrot“ machten wir uns daran den zweiten Teil der Tour in Angriff zu nehmen. Ein Stück noch über die Alm. Im Hintergrund das brüllen der Kühe und vor uns der mächtige Schafberg.

Nach der Alm geht es eine Stunde steil durch den Wald. Unterwegs treffen wir auf eine Wanderin und die brachte uns eine schlechte Nachricht. Auf dem Himmelspforte Weg liegen Schneefelder und das in den ausgesetzten Bereichen. Sie hat zwei gequert, beim dritten hat sie gepasst. Was auch verständlich ist. Ein Ausrutscher und man ist weg. Dann könnten wir es den Skiflieger nachmachen. Auch die Haltung wird bewertet, nur mit der Telemarklandung tut man sich dann was schwer. Nein ernsthaft. Die Absturzgefahr ist dann sehr groß. Für uns hieß es auf Plan B auszuweichen. Wir biegen am Suissensee in Richtung Mönichsee ab und gehen dann unseren eigentlichen geplanten Abstieg über den Purtschellersteig zum Schafberg Gipfel. Einige Minuten später wieder zwei Wanderer mit der gleichen Nachricht.

Wir waren wirklich nach einer Stunde am Suissensee. Nach rechts zum Himmelspforteweg (45 min bis zum Gipfel) und nach links zum Mönichsee unsere Ausweichroute.

Der See und die Umgebung ist noch ganz weiß. Nach 5 min hatten wir den ersten Schneekontakt. Hier war es noch ganz leicht zum queren und auch das nächste Schneefeld, bereitet uns keine Probleme. Dann trafen wir auf eine Gruppe Wanderer von der uns schon die einzelne Wanderin erzählt hat. Auch die waren vor dem Himmelspforteweg umgekehrt. Sie waren gerade am „Jausnen“. Wir aber gingen weiter, zum nächsten Schneefeld und das war nicht ohne.

Auf den Fotos sieht man das nicht so. Ich musste mir richtige Stufen rein treten und trotzdem war es nicht so leicht. Ich wollte ja nicht unbedingt den Hang runterrollen. Ich wäre zwar nur bis in die Mulde gerollt, aber blaue Flecken wäre das Minimum gewesen. 10min brauchten wir für das Stück und meine rechte Hand war ganz kalt von in den Schnee greifen. Das nächste Schneefeld war etwas leichter. Danach bereitet uns der Schnee keine Probleme mehr. Beim letzte Schneefeld ging es steil bergauf und da konnte ich mich gut im Schnee mit den Schuhen halten. Die Querungen sind unangenehmer. Wir errichten den Mittersee und nach 30 min den Mönichsee. Sibille hatte heute zu kämpfen. Diesmal nicht mit der Luft, sondern die Kraft ließ aus. Gut wir waren jetzt 5 Stunden unterwegs und wollten schon am Gipfel stehen. Doch der Umweg kostet Zeit und Kraft, weil zusätzliche Höhenmeter durch Auf und Abstiege dazu kommen.

Jetzt endlich näher wir uns dem Purtschlellersteig. Es geht durch das steile Felsgelände und kurz vor den Steintreppen machen wir eine kurze Pause.

Sibille muss Kraft tanken. Aber lange konnten wir nicht bleiben unser Zeitfenster für die Pause am Gipfel wird immer kleiner. Vom Gipfel bis nach Sankt Wolfgang braucht man 2,5 Stunden und das auch nur bei Vollgas beim absteigen. Um 17,13 Uhr fährt der letzt Postbus vom Schafbergbahnhof mit dem es möglich ist unsere letzte Rufbus Verbindung um 18,22 Uhr durch das Weißenbachtal zu erreichen. Die Alternative wäre sonst nur den gleichen Weg wie Aufstieg zurück oder die weitere Alternative am Schwarzensee vorbei. Doch nun weiter über die Steintreppe und die Felsen rauf Richtung Gipfel.

Der Weg ist einfach Traumhaft, wenn auch sehr schmal und ausgesetzt.

Um 13,05 nach über 6 Stunden erreichen wir das Bahngleis der Schafbergbahn und danach sind es nur wenige Meter bis zum Schafbergbahnhof und zum Berghotel Schafbergspitze. Das höher liegt als das Gipfelkreuz und direkt an der Bergkante.

Nachdem wir uns einen Platz zum essen gesucht hatten (bei den Massen gar nicht so einfach) überlegten wir wie es Heute weiterging. Sibille geht es Heute so wie mir damals in der „langen Gasse“ zum Scheiblingstein, nicht gut. Die Füße waren Müde. Wir waren zwar noch im Zeitfenster aber der Abstieg, hätte Sie die letzt Kraft gekostet. So haben wir uns dafür entschieden mit der Bahn ins Tal zu fahren. Das erste mal das wir mit der Schafbergbahn fahren. Nun hatten wir hier oben noch etwas Zeit. Die vergeben nämlich Platzkarten für die Talfahrt und unsere Abfahrt war 15,15 Uhr.

Die Aussicht ist Traumhaft hier wo man hinschaut und auch der Blick in die Tiefe ist toll. Für mich zum weiche Knie kriegen. Wir schauten auch noch zum Himmelspforteweg.

Hier oben war er bis auf ein kleines Eck alles Schneefrei. Die Schneefelder waren nicht zu sehen. Aber es gab einige Mutige die es trotzdem gewagt hatten und von denen hörten wir immer das gleich. Das war nicht „ohne“ Heute. Wir waren froh das wir die Alternative gegangen sind.

Die Abfahrt rückt näher und wir genießen vom Abteil aus nochmals die Aussicht. Der Zug braucht 40min ins Tal. Sehr laute 40min. Die Zahnräder rattern unter dem Wagen. Nach Ankunft im Talbahnhof kommt man sich vor wie zur Raschhour, so ein Verkehr ist hier. Durch die Abfahrt erreichen wir einen Postbus früher und haben noch eine Stunde Zeit für einen Kaffee in Bad Ischl. Nach 12 Stunden haben wir die schönen aber anstrengende Runde geschlossen.

Anmerkung:
Bei dieser Tour ist der Weg das Ziel. Den Schafberg kann man ja wesentlich leichter mit der Bahn erreichen.  Der Weg durch die Burggrabenklamm ist wunderschön aber zum Teil steil und ausgesetzt. Trittsicherheit ist erforderlich. An vielen Stellen auch mit Seilen und Geländer gesichert, aber nicht an allen. Teilweise fällt das Gelände an einer Seite senkrecht zur Klamm ab. Die Brücken sind neu und gut gesichert. Der Himmelspforteweg ist halt gerade erschwert zu begehen, das kann sich natürlich jetzt jeden warmen Tag nur zum bessern wenden. Der Rufbus fährt 5 mal am Tag in jede Richtung in der Wandersaison durch das Weißenbachtal.

Tour in Kürze:
Start: Atterseestraße bei alten Gasthaus bei „Burggrabenklamm“
Ziel: Schafberg Gipfel
Gasthäuser, Hütten: Schafbergspitze, Alpenvereinshütte,
Dauer: Aufstieg: 6 Stunden 20 min. (durch den großen Umweg)
Wetter: Frühlingshaft warm
Schwierigkeit: SCHWARZ Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich!! 
öffentlicher Nahverkehr: Postbus  (ab Bad Ischl Rufbus nach Unterach)
Bergbahn: Schafbergbahn

12-05-26 Schafberg

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