von Feistenau über den Metzgersteig nach Strub und über die Strubklamm zurück.

Nachdem es in der Nacht kräftig geregnet hat, hatte ich für Heute eigentlich nichts geplant. Doch als ich am Morgen aufwachte und aus dem Fenster schaute. Da traute ich meine Augen nicht.

Schauen so 80% Regenwahrscheinlichkeit aus. Eigentlich nicht, so war ich sehr schnell aus dem Bett. Während des Frühstücks überlegte ich mir, wo es heute hin ging. Es sollte nicht so weit weg sein. Meine Entscheidung viel auf die Region Feistenau. So machte ich mich gemütlich auf den Weg. Der Morgen ist einfach herrlich.

Es geht vorbei am Attersee, Mondsee und über den kleinen Pass nach Sankt Gilgen am Wolfgangsee.

Der Wolfgangsee liegt im Nebel und rundherum scheint die Sonne. Ein verrücktes Bild. Noch am Fuschlsee entlang und dann ist Feistenau schon fast erreicht.

Hinter der Kirche ist ein großer Parkplatz. Hier war auch noch Platz für mich. Nun machte ich mich gemütlich auf dem Weg. Ich konnte es einfach nicht fassen, wie schön es heute ist.

So am Träumen habe ich doch einen Wegweiser übersehen. Daher musste ich nochmals ein Stück zurück. Die 10 min konnte ich verschmerzen. Auf der Karte ist das gelöscht. Auf der kleinen Gemeindestraße geht es weiter bis zur Staumauer.

Der See ist fast leer. Die Frage ist nur warum. Neben der Staumauer gibt es einen schmalen Weg runter zum Fuße der Mauer.

Es ist ein Wahnsinn wie groß die ist. Wenn viel Wasser hinter der Mauer ist möchte ich nicht hier stehen.

Also schnell wieder bergauf und lieber auf die Mauer.

Es ist schon eine Leistung was hier 1923/24 gebaut wurde.

Einige Arbeiter starben aber beim Bau. Mein Blick geht nochmals runter zur Strubklamm, bevor ich mich einem Mord widmete. Ja Richtig einem Mord. Allerdings ist das bereits 1653 passiert.

Wer will kann hiernachlesen. Nachdem dieser Mord geklärt ist geht es weiter auf diesem Metzgersteig. Zuerst noch ganz gemütlich. Teilweise durch Holzfäller arbeiten etwas erschwert, nichts besonderes eigentlich. Bis nach einen kleinen Kehre.

Der Steig von der anderen Seite gesehen. Er ist direkt bei der Kante.

Ich hatte mich schon gewundert wieso sie es einen Steig nannten. Jetzt war es klar. Der Weg wurde ganz schmal. Es hat gerade eine Person Platz. Auf der einen Seite ein steiler Hang und auf der anderen Seite der tiefe Abgrund. Eine Drahtseilsicherung sucht man vergebens. Jetzt nur keinen falschen Schritt. Es war immer noch etwas feucht durch den Regen der Nacht. Doch nach 5 Min war auch das geschafft.

Nur 10 min später war diese Wiese erreicht mit einem wunderschönen Bankl. Der richtige Platz für eine kurze Rast. Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter im großen Bogen über diese Wiese. Eigentlich wäre es doch viel kürzer direkt am Bauernhof vorbei.

Aber die Grundstücksbesitzer hätten das wohl nicht gern. Das sollte man auch akzeptieren. Ich folgte dem Weg weiter bis zu einer kleine Ansiedlung. Hier zeigte der Weg nach rechts. Genau aus der Richtung kamen mir auch zwei Mountainbiker entgegen. Ich konnte also nicht falsch sein. Doch es war nicht der richtige Weg. Ich hätte mich noch weiter rechts halten müssen. Aber ich finde fast immer einen Weg, wenn es auch manchmal der Rückweg ist. Nicht in diesem Fall. Ein alter Jagersteig und nach einer Viertelstunde war ich wieder auf Kurs. In der Karte mit „Info“ markiert.

Die Brücke ist schön durchsichtig.

So hat man einen schönen Blick auf das glasklare Wasser unter einem. An dieser Stelle ist es auch ganz schön tief und sehr kalt, aber erfrischend. Weiter gehe ich meinen Weg, nicht ohne einen Blick zum Himmel zu werfen. Die Wolken werden deutlich mehr.

So ging ich nur noch ganz kurz zum zweiten Stausee und dann sofort zurück. Für den Rückweg nutze ich die Strasse durch die Strubklamm.

Es gibt nur den einen Weg und so müssen sich die kleine Strasse Wanderer, Radfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer teilen. Aber es ging ganz gut.

Hier hatte ich auch nochmals Zeit einen Blick auf meinen Weg von Heute morgen zu werfen. „Puh“ geht es da weit runter. Auch dieser Weg war früher sicher sehr gefährlich.

Was mag hier noch alles passiert sein.

Der Weg führt mich noch durch einen Tunnel und kurz danach erreiche ich ein Gasthaus. Nachdem ich mich etwas gestärkt hatte waren auch die letzen Kilometer zum Parkplatz kein Problem mehr. Den Schirm habe ich aber wieder nicht gebraucht. Diesmal war es sehr knapp. Der Rückweg an Seen vorbei war trotz oder gerade wegen den Regenwolken sehr schön. Jetzt regnet es gerade wieder, ob ich morgen an meinem freien Tag wieder so ein Glück habe. Ich lasse mich überraschen.

Anmerkung:
Die Tour führt große Teile über kleine Gemeindestraßen. Je nach Saison, kann der Straßenverkehr schon deutlich mehr sein. Die Beschilderung, ist einigemale etwas unübersichtlich oder fehlt ganz. Eine Karte dabei zu haben ist kein Fehler. Der Metzgersteig ist bei Nässe sehr rutschig und daher an der Felskante gefährlich. Man sollte mindestens sehr Trittsicher und Schwindelfrei sein.

Daten zur Tour:
Start: Feistenau, Parkplatz hinter der Kirche.
keinZiel: „der Weg ist das Ziel“
Schwierigkeit: Schwarz
Dauer: 4,5 Stunden

12-05-06 Feistenau

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