Ramsauer Klettersteig, Dachstein (2865m), 10.10.10

Anfahrt:A9 von Wels bis Liezen, weiter Richtung Schladming und nach Ramsau bis zur Talstation der Dachstein Seilbahn
Start: Bergstation der Dachstein Seilbahn
Ziel: Guttenberghaus über: Ramsauer Klettersteig Dauer:
Zustieg: 2 Stunden
Klettersteig: 6 Stunden 30 min
Abstieg: 2,5 Stunden
Schwierigkeit : Schwarz
Klettersteig B-C, teilweise keine Seilsicherung. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
Zustieg: schwarz
Wetter:
Traumhaft sonnig, Temperaturen 5-10 grad
Hütten: Guttenberghaus
Höhenmeter:800 m
Jahreshöhenmeter:19551 m

Es ist nicht leicht in diesem Jahr die schönste Tour herauszufinden. Der Linzerweg war super. Der Brennerriessteig weniger spektakulär aber trotzdem wunderschön. Doch der Ramsauer Klettersteig ist wohl einer der schönsten Touren gewesen.Es hat sich gelohnt so Früh aufzustehen . Bereits um halb sechs haben wir uns am Pendlerparkplatz in Sattledt getroffen. Nach 2 Stunden war die Talstation der Dachstein Seilbahn erreicht. Die erste Bahn fährt um 10 vor acht. Die Aussicht ist selbst hier an der Talstation Traumhaft. So langsam füllt sich der Wartebereich der Seilbahn. Die Bergsteiger und Wanderer sind in der Minderheit. Überall sieht man Langlauf Skier und Sportler in den üblichen Anzügen. Die Sportler kommen aus ganz Europa. Am Dachstein macht sich die ganze Weltelite fit für den Winter und den Weltcup. Sie sind hier am Dachstein zum Höhentraning. Endlich geht es los. Das Sprachenwirrwar ist der Wahnsinn. Jetzt weiß ich wie sich eine Ölsardine eingelgt fühlt. In der Seilbahn ist Umfallen unmöglich.  Die Bahn hat auf der ganzen Strecke keine Stützen. Die Bergstation steht ganz auf der Bergspitze. Es sieht Gigantisch aus. So höher wir kommen so schöner wird die Aussicht. Ein Blick nach rechts und wir können die ganze Gipfelkette sehen, die wir Heute überschreiten werden Doch nach dem Aussteigen erst mal nur Genießen. So ein Strandkorb wäre mir jetzt recht. An die richtige Stelle geschoben, eine warme Decke einen Tee mit Rum und diese Aussicht was braucht man mehr! Doch wir hatten was anderes vor. Auf einem Stahlfinger geht es über den Abgrund. Doch nun geht es runter zum Schladminger Gletscher. Die Skifahrer weiter runter zum Training und wir rechts rauf bis zur Leiterrrrrrrr. Ja Hilfe geht die Weit rauf. Unten mussten Sie schon eine kurze Alu Leiter dazu stellen weil der Gletscher wieder ein Stück zurückgegangen ist. Also rauf mit uns, immer höher und höher. Oben Angekommen stehen wir vor der Tür zum Stollen. Einmal kräftig ziehen und nach uns wieder schließen. Nach diesem kurzen Stollen stehen wir schon auf der Austria Scharte. Der Weg ist richtig in den Felsen gesprengt. Ein Blick nach rechts in die Tiefe und der Weg von der Talstation aus gesehen. Er führt uns weiter zum Edelgriesgletscher, oder was davon übrig ist. Der Koarl war ganz entsetzt wie weit das Eis zurückgegangen ist. Nur noch eine schwarze Masse mit vielen Steinen war übrig. 2003 schaute es ganz anders aus. So legten wir auch keine Steigeisen an. Die Steine sorgten für den nötigen halt. Ab und zu sind wir halt ein wenig gerutscht. Nach diesem kurzen Abstieg führte uns der Weg weiter zur Edelgrieshöhe. Hier oben konnten wir die ganze weitere Route sehen. Auf dem vor uns liegenden Bergrücken ging es bergauf bis zum Einstieg vom eigentlichen Klettersteig. Bei der kurzen Pause legten wir das Klettersteig Set an. Der Walter hat Glück im Unglück sein Helm rollte den Geröllhügel runter, blieb aber an einem Felsen nach 150m liegen. Es geht Los mit einem Abstieg in einer Felsspalte. Nicht ganz Einfach gerade für Iris und Josefa. Sie gehen zwar viele Bergtouren aber das ist ihr erster Klettersteig. Aber Koarl und Walter helfen Ihnen. Weiter auf schmalen Grat Richtung Gamsfeld Spitz.Man wechselt ständig die Seiten und geht die ganze Zeit oben am schmalen Gipfelgrat entlang. Eine Eindrucksvolle Kletterei, aber schließlich ist das Gamsfeldspitz erreicht.  Nach unseren Eintrag ins Gipfelbuch, geht es wieder an den Abstieg. Es geht wieder in einer Felsspalte runter. Es ist etwas steiler. Das Auf und Ab hat keine Ende. Bei diesem Klettersteig ist es wirklich egal von welcher Seite man Einsteigt es gibt in beide Richtungen steile An und Abstiege. Es ging weiter zum Schmiedstock. Nach dem Schmiedstock ist aber immer noch keine Ende in Sicht. Kurz nach dem Schmiedstock geht es Links runter zum Ramsauer Höhenweg. und Geradeaus zur Scheichenspitze. Das Kreuz konnten wir schon von der Dachsteinseilbahn sehen und jetzt  Stunden später ist es erreicht. Hier machten wir ein etwas längere Pause. Das jetzt für mich der schwierigste Teil beginnen würde hätte ich nicht gedacht Nach dem Abstieg von der Scheichenspitze wurde die Seilsicherungen immer weniger. Das hatte zum einen den Grund das wir uns jetzt auf schmalen Wanderwegen mit feinem Geröll weitergingen und es keine Möglichkeit gab eine Sicherung anzubringen . Das ändert aber nichts daran das es weiterhin rechts und links in die Tiefe ging. Aber auch daran das wir uns im leichten Klettergebiet befanden. Für mich hieß das Augen geradeaus und langsam voran. Nach  dem die Hohe Rams erreicht war, wurde es nicht besser. Nur das letzte Stück zum Höhenweg war wieder klassisch als Klettersteig gesichert. Endlich habe ich den Ramsauer Höhenweg erreicht. Nach 30 min war ich dann auch am Guttenberghaus. Nach kurzer Stärkung führte uns der Weg zurück ins Tal. Das Guttenberg hatte heute den letzten Tag und im warsten Sinne des Wortes hinter uns geschlossen. Nach 90 min haben wir den Parkplatz erreicht wo uns der Kaorl abgeholt hat. Er war vorausgegangen und hat eine Mitfahrgelegenheit genutzt um zur Talstation der Dachstein Seilbahn zu kommen. Das Ende unsere Tour war ein ganz es Stück weg von unserem Start in der Früh. Es war eine wunderschöne Tour und ein langer Tag. Wir waren nach 15 Stunden wieder am Parkplatz in Sattledt.

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3 Kommentare zu „Ramsauer Klettersteig, Dachstein (2865m), 10.10.10

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  1. Schöne Tour, gefällt mir. Das Problem mit dem zurückgehenden Gletscher hatten wir auch mal an der Zugspitze beim Übergang vom Höllentalferner in den Fels. Die Leiter die Ihr gegangen seid ist echt mal ganzschön lang! Sehr schön, weiter so! 🙂

    1. Hallo Anja freut mich das dir die Tour gefällt. Sie ist auch sehr schön. Nur die länge darf man nicht unterschätzen. Ja und die Leiter ist nichts für schwache Nerven. Auch dein Wanderbereich das Zugspitzgebiet ist wunderschön. Leider nicht gerade in unsere Nähe. Doch wenn ich mal dort bin, weiß ich ja jetzt wo ich nachschauen kann lg Bernd

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